BMW Welt in münchen

der dritte buchstabe

Am 20. Oktober soll die BMW Welt, nach etlichen Jahren Planungs- und Bauzeit, offiziell eröffnet werden. Dann können Besucher das von Coop Himmelb(l)au entworfene Bauwerk am Mittleren Ring in München bestaunen. Bereits während der Bauphase sorgte die BMW Welt für Aufsehen, nicht nur aufgrund ihrer unverwechselbaren Architektur- und Formsprache. Spektakulär ist vor allem die mächtige Konstruktion aus Stahl. Sie umhüllt ein Raumvolumen, das selten ein Architekt umbauen darf. Laut BMW zählt das ausgefallene Gebäude »zu den ersten Werken einer neuen Generation von Kommunikationsbauten«. Wie es mit uns kommuniziert – hierzu ein kleiner Vorgeschmack auf den folgenden Seiten, ergänzt mit technischen Besonderheiten zu Konstruktion und Ausführung.

Text: Christoph Randl Fotos: Marcus Buck, München

Eine große Wolke, von den Ausmaßen fast schon ein kleines Tiefdruckgebiet, hat sich nördlich des Münchner Olympiageländes festgesetzt. Zumindest propagiert Wolf D. Prix, Mastermind von Coop Himmelb(l)au, diese meteorologische Metapher für die neue BMW Welt nächst dem Stammgelände des bayerischen Autobauers, und in der Tat beschreibt sie das Entwurfskonzept der Wiener Alt-Visionäre für die bayerischste aller Automarken recht präzise. Neben Weißwurstkessel und Vierzylinder, wie BMW Museum und Hochhaus in München genannt werden, soll die BMW Welt das neueste bauliche Markenzeichen des erfolgreichen Fahrzeugherstellers werden.
Die mangelnde Aussagekraft des, um im Bild zu bleiben, wolkigen Namens zwingt zur Klärung der Funktionen: Auslieferungszentrum für Neuwagen, Veranstaltungsforum, Großrestaurant, Ausstellungshalle und Showroom sind die zentralen Inhalte dieses multifunktionalen Gebildes von gigantischen Ausmaßen. Bis zu 280 Fahrzeuge sollen dort täglich den Kunden übergeben werden. Die Frage nach dem ökonomischen Sinn kann wohl nur durch Beobachtung des Aktienkurses von BMW geklärt werden; eine volkswirtschaftliche Betrachtung mit Würdigung ganzheitlich-ökologischer Aspekte solch halböffentlicher Mega-Marketingwelten wäre sicher eine lohnende Aufgabe, ist aber in diesem Fall nicht Gegenstand der Betrachtung.
2001 fanden sich Coop Himmelb(l)au nach einem eingeladenen Wettbewerb zusammen mit Sauerbruch Hutton auf dem ersten Platz. In einer Entscheidungsrunde setzten sich die Wiener gegen das Berliner Büro mit dem Konzept eines amorphen, weitgehend entmaterialisierten Gebäudes durch, das im Wesentlichen aus einem leicht verdrehten Doppelkegel und einer dynamisch fließenden Dachlandschaft besteht, die dem Doppelkegel eruptiv zu entströmen scheint. Der Entwurf wurde oft als völlig neuer Gebäudetypus mit einer Vielzahl innovativer Ansätze beschrieben. Tatsächlich sind erst wenige »Blobs«, wie derartige biomorphe Gebilde gerne genannt werden, in dieser Größe realisiert worden. Die Isohypsen- ›
› karte eines Wirbelsturms – eine Wetterkarte mit Höhenlinien – war nach Auskunft der Planer Inspirationsquelle für den Entwurf der Dachlandschaft; die bildhafte Vorstellung einer Wolke scheint somit solide legitimiert.
erster Eindruck
Der direkt am Mittleren Ring gelegene, imposante Doppelkegel bildet den Auftakt – neben Museum und Hochhaus sozusagen der dritte Buchstabe in baulicher Analogie zu den drei Initialen des Firmennamens. Aus ihm heraus entwickelt sich über 15 000 m² Grundfläche die gigantische, geschwungene Dachlandschaft, unter der ein weiteres, wesentliches Element deutlich wird, das man erst im gebauten Zustand so recht wahrnimmt: die durchlaufend in der Mitte geknickte Glasfassade, die den vertikalen Gebäudeabschluss bildet. Der Knick sorgt dafür, dass die Dynamik des Daches auch im vertikalen Gebäudeabschluss erhalten bleibt. Neben dem Doppelkegel führt die so genannte Triasbrücke, vom BMW Museum jenseits der Lerchenauer Stra-ße kommend, auf erhobenem Niveau in das Gebäude. Der Haupteingang selbst befindet sich darunter auf Level 0. Das 180 m lange Bauwerk ist bis zu 130 m breit und erreicht eine Höhe von 28 m. Prix verweist darauf, dass das Dach groß genug ist, um den gesamten Markusplatz in Venedig damit zu überspannen.
Steht man vor dem Bauwerk, sieht man sich zunächst einem Maßstabsproblem gegenüber. Der Betrachter befindet sich zwangsläufig viel näher am Bauwerk als es die idealen Standpunkte waren, von denen aus die publizierten Renderings konstruiert wurden. Die beeindruckenden fließenden Linien und Formen dieser Perspektiven sind daher leider oft nicht wahrnehmbar. Zahlreiche Verschneidungen von Linien und Überlagerungen einzelner Bauteile prägen die realen Ansichten und wirken häufig kantig und abrupt. Sie scheinen mehr auf die expressiv-dekonstruktivistische Phase des Büros zu verweisen, als dass man sie mit der neu erworbenen biotischen Methodik in Zusammenhang bringen möchte. In den Details der Außenhaut zeigen sich gelegentlich Probleme der Konstruktion unregelmäßiger Flächen. So sind zum Beispiel gerasterte Edelstahlpaneele offensichtlich nicht leicht auf schrägen Flächen mit spitzen Winkeln zu applizieren; da bleibt schon mal ein Eck übrig, das gar nicht mehr ins Raster passen will. Manchmal laufen auch Fugen so haarscharf aneinander vorbei, dass das Auge des Betrachters sich verzweifelt bemüht zusammenzubringen, was einfach nicht zusammenfinden will. ›
› Den großen Moment erlebt der Besucher der BMW Welt beim Betreten des Gebäudes. Ein großartiges Raumkontinuum, das verschiedenartigste räumliche Erfahrungen von höchster Komplexität offeriert, eröffnet sich dem Blick. Anders als in einem weiteren Gebäude Coop Himmelb(l)aus, dem ebenfalls fast neuen, aber nach einem 15 Jahre alten Entwurf entstandenen Akademieausbau, kann das Auge hier frei schweifen. Steht man dort in – für die Vielzahl der gebotenen optischen Ereignisse – viel zu kleinen Räumen, befindet man sich hier in einem räumlichen Volumen, das Voraussetzung zu sein scheint für den effektvollen Umgang mit dem computergenerierten Fluss der Formen. Hier bewegt man sich in einer »Funktionsskulptur«, wie die von Coop Himmelb(l)au selbst gewählte Bezeichnung ihrer Entwurfsmethodik lautet, ja man wird mehr oder weniger ein Teil von ihr. Das futuristische Ergebnis darf man guten Gewissens als State of the Art zeitgenössischer Baukunst bezeichnen.
Raum für Inszenierungen
Das Entree der BMW Welt auf Level 0 befindet sich in einem dem Anspruch nach weitgehend öffentlichen Raum. Über ihm schwebt auf 6 m Höhe eine Ebene, die das Unternehmen »Premiere« getauft hat; dort findet die tatsächliche Übergabe der Fahrzeuge statt. Auf Drehtellern werden den zukünftigen Besitzern die edlen Karossen präsentiert. Schon beim Näherkommen darf sich der Kunde damit rundum an seinem neuen Kleinod erfreuen, bevor er auf einem eigens für diesen Zweck entwickelten, quietschfreien Bodenbelag aus terrazzoartigem Kunststoff über eine Rampe ins Freie fährt. Nach nur zweimaligem Abbiegen erreicht der glückliche Neuwagenbesitzer die Leopoldstraße, Münchens traditionelle Renommiermeile für auffällige Fahrzeuge aller Art, und befindet sich auf dem standesgemäßen Weg in die Stadt.
Doch zurück ins Gebäude und zur Architektur. Über der »Premiere«, wiederum fast schwebend, befindet sich die so genannte Lounge. Auf drei Geschossebenen werden die Kunden, streng hierarchisch geordnet nach Typ und Anzahl der gekauften Fahrzeuge, empfangen und betreut. In das Raumkontinuum eingestellt sind zwei weitere große Komplexe: auf der Westseite der Gastronomiebereich und im Norden das »Forum« benannte Veranstaltungszentrum. Der Doppelkegel, im Erdgeschoss ohne direkte Verbindung zu der großen Halle – sofern man dieses Arkanum aus Raum »Halle« nennen darf – dient als Event-Arena für besondere Veranstaltungen. Dazu gibt es im gesamten Komplex eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten für die neuesten Produkte des Konzerns sowie weitere Nutzungsmöglichkeiten, die durch die große Flexibilität des Bauwerks je nach Anforderung verändert werden können.
Für Infrastruktur, Parken, Lagerung der Neufahrzeuge, Technik, Anlieferung und ähnliches stehen vier weitgehend konventionelle Untergeschosse zur Verfügung. Nach oben wird der Raumeindruck von der sich kontinuierlich in Wellen bewegenden Dachuntersicht geprägt, so sie nicht von den eingestellten Baukörpern durchdrungen wird. Das Dach war ursprünglich transparent geplant, im Zuge der Bauausführung wurde aus Gründen einer noch genauer zu beleuchtenden Konstruktionsänderung davon jedoch Abstand genommen.
Als Ausgleich zur bewegten Formensprache hält sich die farbliche Gestaltung sehr zurück. Das Farbspektrum bewegt sich vom hellen Betongrau der Stützen und Wände über das Silbergrau der matten Edelstahlpaneele bis zu verschiedenen Anthrazitvarianten der terrazzoähnlichen Bodenbeläge. ›
besonderheiten
Das Gebäude wird angenehmerweise über die zu öffnenden Dachränder sowie über Lamellen in der Fassadenverglasung direkt belüftet. Nur bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen bleibt es geschlossen, um thermische Unverträglichkeiten und zu hohe Wärmeeinträge respektive -verluste zu vermeiden. Zusätzlich existiert eine im Premierenteller eingebaute Luftabsaugung, die die Abgase der Fahrzeuge entsorgt. Über die Rohre der Fußbodenheizung kann im Sommer auch eine zusätzliche Kühlung des Gebäudes erfolgen.
Die Problematik der Brandabschnitte wird neben konventionellen Maßnahmen wie Sprinkleranlagen auch über eine »Luftbrandwand« geregelt, die im Gebäude in Ost-West-Richtung eine absolut brandlastenfreie Zone bildet. Um in den Untergeschossen den Tagesspeicher für die Fahrzeuge integrieren zu können, wurde aus baurechtlichen Gründen eine Sauerstoffabsenkungsanlage erforderlich, die den Sauerstoffgehalt der Luft unter 15 % reduziert, so dass eine Entzündung nicht mehr möglich ist.
Eine schwierige statische Aufgabe war die Auftriebssicherung des gesamten Bauwerks, da durch die vier Untergeschosse mit Weißer Wanne eine 8 m hohe Grundwassersäule entstand. Das darüber liegende Volumen war aufgrund der großen Hohlräume viel zu leicht, um dem Auftrieb ausreichend entgegenzuwirken. Gelöst wurde das Problem durch 12–15 m lange Auftriebspfähle, so genannte Gewi-Stahlpfähle (mit Rippen als Gewinde), die das Bauwerk nun gegen Auftrieb sichern. Alle Änderungen fanden umgehend Eingang in ein computergeneriertes 3D-Modell und konnten so im Planungsprozess entsprechend kommuniziert werden. Notwendige Voraussetzung dafür war eine konsequent dreidimensionale Planung aller beteiligten Ingenieure. Statisch gesehen war die große Herausforderung nicht der Endzustand des Bauwerks, vielmehr galt es, die verschiedenen Bauzustände zu meistern.
Zu den Kosten liegt noch keine nachvollziehbare Aussage vor, es gibt aber auch bei BMW-Offiziellen keinen Zweifel daran, dass die zuletzt genannte Zahl von »mehr als 100 Millionen« für das 1145 Räume umfassende Bauwerk deutlich zu niedrig ist. Der BMW-Vorstand scheint noch um den zu veröffentlichenden Multiplikationsfaktor zu dieser Kostenangabe zu ringen, bis zur Eröffnung soll er aber vorliegen.
Der Doppelkegel
Ausgangspunkt der gesamten Dachkonstruktion ist der Doppelkegel. Er ist die Hauptstütze der rund 16 000 m² großen Dachkonstruktion, die ansonsten von 12 Beton-Pendelstützen getragen wird. An der Basis hat der in sich exzentrisch verformte Doppelkegel einen Durchmesser von 35 m, er verjüngt sich bis zu einer Höhe von 12 m auf etwa 18 m, um sich nach oben wieder auf 44 m zu öffnen. Dort schließt die Konstruktion aus Rechteckhohlprofilen mit einem Ringträger ab, an den das Dach angeschlossen wird. Horizontal- und Vertikalprofile haben die Maße 300 x 100 mm, Diagonalprofile dagegen nur 250 x 100 mm. Ursprünglich waren Rundrohre geplant, die dann aber aus Kostengründen aufgegeben wurden. Es kam ein Patent der Firma Gartner zum Einsatz, die »integrierte Stahlfassade«, in der Heizung, Lüftung, Sprinkler und Leerrohre für die Beleuchtung in den Profilen vorgesehen sind. Die integrierte Heizung dient als Zusatzheizung und ist Garant für ein angenehmes Raumklima. Die gesamte Fassade, in allen Gebäudebereichen dreidimensional konstruiert, wurde im Werk vorgefertigt, auf- und wieder abgebaut und mit Sondertransporten auf die Baustelle gefahren. ›
› Die außerhalb der Konstruktion liegende Verglasung des Doppelkegels stellt sich folgendermaßen dar: von außen nach innen 8 mm ESG und 2 x 6 mm TVG mit schwarzem Randsiebdruck. Im oberen, nach außen geneigten Teil des Kegels wird gemäß der Richtlinien für Überkopfverglasung der Aufbau umgedreht. Für die Verglasung wurden 900 verschiedene Glaselemente gefertigt, in Teilbereichen wurde ein Sonnenschutz aus Edelstahllochblechen mit einem Abstand von 600 mm vor die Fassade montiert. Von innen ist die Konstruktion offen, also nicht verglast.
Das Dach
Die Konstruktion des anschließenden Hallendaches wurde unabhängig vom Kegel auf temporären Rüsttürmen erstellt und in der Folge mit dem Kegel zu einem statischen System zusammengefügt. Entgegen der ursprünglichen Absicht, ein klares, räumliches Tragsystem mit einheitlichen Rohrprofilen zu errichten, entschied man sich infolge der weltweiten Verknappung von Stahl – und daher wohl auch aus Kostengründen – für ein System aus Haupt- und Nebenträgern, das die Verwendung einer Vielzahl verschiedener Stahlprofile gestattet. Die Wölbungen der Dachkonstruktion nach unten folgen somit nicht statischen Anforderungen des Tragwerks, ih-
re gestalterische Absicht wurde vielmehr durch entsprechende Anpassung der Konstruktion erreicht. Damit erklärt sich wohl auch der Wechsel von einer transparenten zu einer geschlossenen Dachuntersicht. Die geringste Höhe der Dachkonstruktion beträgt 2 m, ihre maximale Wölbung erreicht sie mit 12 m. An drei Stellen sind in den ansonsten blickdichten Himmel Glasdächer eingebaut worden: über Gastronomiebetrieb und Lounge sowie im Bereich des Einschnitts der virtuellen Brandwand.
Die Aussteifung der gesamten Dachkonstruktion erfolgt durch den Doppelkegel sowie über die eingestellten Betonkerne. Auf dem Dach befindet sich eine dachintegrierte Photovoltaikanlage, die eine Leistung von etwa 650 MWh/Jahr erbringen soll. Um diesen Wert zu erreichen, sind 823,5 kWp(eak) erforderlich, wobei diese Einheit die höchste Leistung bei optimaler Sonneneinstrahlung bezeichnet. Die Anlage besteht aus 3660 rahmenlosen Modulen mit schwarzen, monokristallinen Zellen, die in 183 Strings geschaltet sind. Leistungsverluste über 10 % gegenüber einer üblichen, etwa um 45 ° geneigten Anordnung der Module wurden in Kauf genommen, um die Flächigkeit der Oberseite der Dachlandschaft gegenüber der stark bewegten Unterseite zu betonen. Die Anlage ist, wie heute bei Anlagen dieser Größenordnung üblich, fernüberwacht; außer auf dem Dach der Münchner Messe dürfte es in Bayern keine vergleichbare geben.
Die Fassade
Die 5 500 m² große Hauptfassade des Hallenbauwerks, eine modifizierte Pfosten-Riegel-Fassade, ist etwa in der Mitte horizontal geknickt und setzt damit ein dynamisches Gestaltungsprinzip des Doppelkegels fort. Ein Vorteil dieses Knicks besteht darin, dass dadurch Vertikalverformungen des Daches durch elastische Biegeverformungen der Pfosten aufgenommen werden können; Bewegungsfugen am Dachrand entfallen somit. Von unten bis zum Knick ist die Fassade um 10 ° nach innen geneigt, ab da hängt sie bis zur Dachkante um 10 ° nach außen über. Auch hier wurde wieder das Prinzip der »integrierten Stahlfassade« angewendet – die Elemente entsprechen denen der Fassade des Doppelkegels. Die Hauptfassade ist mit einer Isolierverglasung aus eisenoxidarmem und dadurch besonders reinem und klarem Glas bestückt. Waagerecht werden die Scheiben von Glasleisten, senkrecht durch Structural-Glazing, also mittels Verklebung, gehalten. Innen ist eine Sonnenschutzmarkise angebracht. ›
Die Bühnentechnik
Das Forum im Norden des Gebäudes ist ein multifunktionaler Veran- staltungsraum für bis zu 800 Besucher. Modulare Teilbereiche sowie modernste Licht- und Bühnentechnik ermöglichen alle Arten von Veranstaltungen. Dank einer versenkbaren Trennwand kann das Forum auch vollständig der großen Halle zugeschlagen werden. Mit beliebig höhenverstellbaren Hubelementen, aus denen der Boden des ganzen Saalbereichs besteht, lassen sich Podienlandschaften für unterschiedliche Anforderungen gestalten. Das Forum ist als Raum-im-Raum-Konstruktion ausgebildet, um jedwede Schallübertragung zu verhindern. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Untergeschosse mit schwerem Lastverkehr über Rampen an der Außenseite des Forums erschlossen werden; zudem befürchtete man Schallübertragungen und Vibrationen aus dem nahe gelegenen BMW-Presswerk. Die innere Schale ist von der äußeren komplett durch Elastomer-Lager getrennt, auch die Dachträger kommen mit der inneren Schale nicht in Berührung. •
  • Zur BMW Welt siehe auch: db 7/06 »Branding«, S. 28 ff
  • Bauherr: BMW AG, München Wettbewerb: 2001 Planungsbeginn: November 2001 Bauzeit: August 2003 Eröffnung: Oktober 2007 Grundstücksfläche: 25 000 m² Bruttogeschossfläche: ca. 73 000 m2 (ohne Rampen), davon BGF oberirdisch: ca. 28 500 m2 und BGF unterirdisch: ca. 44 500 m2 Baukosten: über 100 Mio Euro (Stand Juni 2004)
  • Planungsbeteiligte (Auswahl): Architekten/ Generalplaner: Coop Himmelb(l)au Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky + Partner, Wien (A) Projektarchitekt: Paul Kath Teilprojektleiter: Günther Weber, Penelope Rüttimann, Renate Weissenböck, Markus Hennig, Verena Perius, Mona Marbach, Tom Wiscombe Projektteam: Hans Aescht, Antje Bulthaup, Guy Bébié, Johannes Behrens, Timo Carl, Ing Tse Chen, Wolfgang Fiel, Volker Gessendorfer, Jens Hof, Waltraut Hohenender, Martin Jurycz, Astrid Jagersberger, Martin Konrad, Markus Klausecker, Tobias Klein, Gregor Kassl, Wolfgang Leitgeb, Marion Lattenmayer, Karin Miesenberger, Martin Ober-ascher, Alexander Ott, Florian Pfeifer, Mark Steinmetz, Siegrid Steinwender, Andrea Schöning, Anja Sorger, Gernot Stangl, Katharina Schneider, Martina von Tippelskirch, Ekkehard Rehfeld, Wolfgang Ruthensteiner, Philip Vogt, Beatrix Basting, Andrea Christmann, Patrick Ehrhardt, Manfred Herrmann, Robert Huebser, Florian Schafschetzy, Kristina Schinegger, Pascal Vauclair, Andreas Weissenbach, Lukas Haller, Goswin Rothenthal, Akvile Rimantaite, Tamas Horvath Projektsteuerung intern: Hans Lechner ZT GmbH, Wien (A), Projektleitung: Sabine Liebenau Ausführungsplanung Dach und Fassade: Coop Himmelb(l)au, Wien (A), Projektleitung: Günther Weber Ausführungsplanung Massivbau (Statik, Ausschreibung, Bauleitung): Schmitt, Stumpf, Frühauf + Partner, München, Projektleitung: Manfred Rudolf, Ferdinand Tremmel, Frank Haake Tragwerksplanung: B+G Ingenieure, Bollinger und Grohmann GmbH, Frankfurt, Deutschland, Projektleitung: Jörg Schneider; Schmitt, Stumpf, Frühauf + Partner, München, Projektleitung: Ferdinand Tremmel Prüfstatik: Zilch + Müller Ingenieure GmbH, München; Suess – Staller – Schmitt Ingenieure GmbH, Gräfelfing Heizung, Lüftung, Sanitär, Sprinkler: Kühn Bauer + Partner, München, Projektleitung: Günther Hammitzsch Elektro und Fördertechnik: PRO Elektroplan, Ottobrunn, Projektleitung: Robert Rapp Lichtplanung: AG-Licht, Bonn, Projektleitung: Wilfried Kramb Innenarchitekten: Interbrand Zintzmeyer & Lux; FG stijl, Amsterdam (Nl); Puchner + Schum, München; bfm D. Brunsen, München Bauphysik, Bauakustik, Raumakustik: Büro Dr. Pfeiler, Graz (A), Projektleitung: Wolfgang Gollner Fassadentechnik/Fassadenplanung: Emmer Pfenninger + Partner AG, Münchenstein (CH), Projektleitung: Pierre Scherrer; R+R Fuchs, München, Projektleitung: Richard Fuchs Bühnentechnik: Beneke Daberto + Partner, München PV-Anlage: Transsolar, Klima Engineering, Stuttgart Küchenplanung: PBB Planungsbüro Balke, München Freianlagen/Landschaftsarchitektur: realgrün Landschaftsarchitekten, München, Projektleitung: Stefan Huber Brandschutz: Kersken & Kirchner, München Verkehrsplanung: Lang & Brukhardt, München Tiefbau, Straßenbau: IB Schoenenberg, München
  • Beteiligte Firmen und Hersteller (Auswahl):
Fassade / Dach: Maurer Söhne GmbH & Co. KG, München
Bauteilfassaden: Frener & Reifer, Metallbau GmbH / Srl, Brixen (I)
Solardach /Photovoltaik: Baumgartner GmbH, Kippenheim
Bauabdichtungen: Rhein-Neckar GmbH, Heidelberg
Quarz-/Kunstharzbeläge: Knöller Fußbodentechnik GmbH, Nürnberg
Stahlfassade: Josef Gartner GmbH, Gundelfingen
Oberflächen: Resopal GmbH, Groß-Umstadt
Wand-und Deckenverkleidungen Tagungsräume: Schmid GmbH, Simmerberg
Doppelböden: Lindner AG, Arnstorf
Lüftung: Siegle+Epple GmbH & Co. KG, Stuttgart
Brandschutztore: Jansen Brandschutz-Tore GmbH & Co. KG, Surwold
Beleuchtung: NAT Neuberger-Anlagentechnik AG, Dachau
Beschläge: Glutz
Armaturen: Vola GmbH, München