Topografie
Perspektivenweg Innsbruck
Snøhetta, Oslo, Foto: Christian Flatscher, Innsbruck

Potenzial Topografie

Unsere gebaute Umgebung ist leider voller missglückter Beispiele, Gebäude in die vorgefundene Geländeformation zu integrieren. So finden sich allerorten nicht zu nutzende Außenräume, Abstellkammern mit spektakulärer Aussicht und sogar Panoramafenster gänzlich ohne Panorama.
Um derlei Verschwendung architektonischer Möglichkeiten auszuschließen, ist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den topografischen Gegebenheiten notwendig. Nur so kann es gelingen, das Potenzial, das darin schlummert, für die Architektur zu nutzen: Schützende und dem Ort verbundene Räume lassen sich dabei ebenso inszenieren wie eine Aussicht, die den Blick weitet.
Setzen Planer zudem Innen- und Außenräume – ob zur unmittelbaren Umgebung oder zur Landschaft als Ganzes – schlüssig zueinander in Beziehung, kann dies sowohl zur Identifikation der Nutzer mit dem Gebäude als auch zur Orientierung darin beitragen. Im besten Fall fördert der gekonnte architektonische Umgang mit der Topografie das Bewusstsein für die Einzigartigkeit des Orts oder bringt diese sogar erst zum Vorschein. ~mh

 
Schwerpunkt: Potenzial Topografie


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