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Die Berliner Landschaftsarchitekten von topotek 1 haben im Sommer 2017 den Vorplatz des umgebauten Kunsthauses in Graz in dessen Auftrag temporär mit einem Bodenornament und einer Außenmöblierung in Pink (gesponsert vom Hersteller Vestre), ausgestattet u.a. auch, um auf die neue Eingangssituation aufmerksam zu machen.
Universalmuseum Joanneum, Foto: N. Lackner

AUSSENRAUM

Angesichts der voranschreitenden Verdichtung des Städtischen wird der verbleibende öffentliche Raum immer kostbarer. Unterschiedliche Interessen von immer mehr Menschen – vom spielenden Kind und dem »chillenden« Jugendlichen über den sportbegeisterten Single und die picknickende Familie bis hin zum bewegungseingeschränkten Senior – treffen im Außenraum aufeinander. Und so gilt es bei nachhaltigen Planungen neben den speziell auf Zielgruppen ausgerichteten Angeboten, wie z. B. Spiel- und Sportplätzen, auch Bereiche vorzusehen, die eine Aneignung möglichst vieler verschiedener Bevölkerungsgruppen zulassen. In Zeiten zunehmender Vereinsamung können diese Stadträume – egal ob Straße, Park oder Platz –
dazu anregen, den Blick vom Smartphone abzuwenden, um sowohl die Mitmenschen als auch den außergewöhnlichen Charakter eines ganz realen Orts jenseits der virtuellen Welten wahrzunehmen. Um solch unverwechselbare Orte entstehen zu lassen, fällt den Planern die nicht einfache Aufgabe zu, die menschlichen Sinne anzusprechen und Geräusche, Ausblicke, Wegeverbindungen, aber auch die Historie und die Gedanken ihrer künftigen Nutzer zu einem vielschichtigen Erleben zu ver–
weben. Entstehen auf diese Weise belebte, unverwechselbare und im besten Falle gar identitätsstiftende Außenräume, leisten sie, statt nur Abstand zwischen der Bebauung zu erzeugen, einen wesentlichen Beitrag zu einem funktionierenden Miteinander. Die beispielhaften Projekte, die wir auf den folgenden Seiten ausführlich beleuchten, können das! ~mh