links: Bibliothek im norwegischen Vennesla (Helen & Hard, 2011), bei der Brettschichtholz-Rippen den Raum strukturieren und zugleich Bücherregale und Sitzflächen bilden

Vorsprung Holz

Holz – es »lebt« und arbeitet, ist Möbelstück und Deckenträger, Akustikplatte und Sonnenschutz, es duftet und ist leicht – und wächst ständig nach. Es wird natürlich belassen oder behandelt, verklebt oder verpresst, verschraubt oder vernagelt, durchlöchert, eingeschnitzt oder verformt. Dass es prinzipiell brennen kann, zählt längst nicht mehr als Argument gegen seine Verwendung. Das zeigt eine Vielzahl in den vergangenen Jahren auch im großstädtischen Kontext fertiggestellter Bauten. Ihre Architekten und Bauherren haben dabei die Wettbewerbsvorteile und Vorzüge von Holz geschickt genutzt, den Baustoff teils aus pragmatischen (einfache, schnelle und leise Baustelle) oder ökologischen (niedrige Primärenergie), teils aus politischen, meist aber aus gestalterischen und haptischen Gründen gewählt. Schließlich bietet kein anderes Material so viele Vorteile und ist, konstruktiv wie gestalterisch, multifunktional einsetzbar. Dabei ist v. a. in der Schweiz ein Trend hin zu unbehandeltem Holz und seinem »ehrlichen« und robusten Einsatz auszumachen. ~cf