Temporär

Sie machen neugierig, faszinieren und provozieren, prägen nur vorübergehend den Stadtraum, sind Zwischenlösung oder Platzhalter, ungewöhnlich und oft experimentell, mobil und demontabel – und bis man sie vollends wahrgenommen hat, auch schon wieder verschwunden. Traumartig mögen temporäre Bauten daher manchen Menschen im Gedächtnis bleiben. Aus der Erinnerung an ein solches entstand u. a. die Idee für dieses Heft: Das Foto links zeigt einen Gebäudeausschnitt des »STRUDEL«, einen nicht mehr existierenden Veranstaltungspavillon von stoosarchitekten, die diesen für die Dauer der zehntägigen »Badenfahrt 2007« aus Recycling- bzw. Baumaterialien wie Schalungsträgern und -brettern, Latten und Gerüstbohlen errichten ließen. Dabei kamen alle Baumaterialien ohne Zu- und Verschnitt in ihren Ursprungsgrößen zum Einsatz, nur so konnten sie komplett wiederverwendet werden. Bei den im Anschluss vorgestellten Projekten hatten der Aspekt des Modularen und des Recyclings zwar nicht immer Priorität, doch gewannen dafür andere Anforderungen an Bedeutung, schließlich müssen (oder mussten) sie teilweise einer längeren Nutzungsdauer und weitaus anspruchsvolleren Nutzungen standhalten. Dadurch kann auch aus so manch temporär geplantem Gebäude ein dauerhaftes werden, wie das ein oder andere Projekt in diesem Schwerpunkt zeigt. Aber sehen Sie selbst … ~cf