Auf Reisen

Die meisten Reisenden schätzen Hotelzimmer, die funktional ausgestattet sind und dabei nicht aussehen wie überall auf der Welt. Doch jedem Zimmer lediglich durch eine andere Farbe oder Möblierung einen individuellen Charakter verleihen zu wollen, reicht längst nicht mehr aus, um sich v. a. in Großstädten von einer immer stärker werdenden Konkurrenz abzuheben. Dementsprechend ist das Angebot sogenannter Individualhotels in den vergangenen Jahren umfassender geworden. Z. B. gibt es Zusatzangebote wie einen kostenlosen Fahrradverleih oder kostenfreie Snacks rund um die Uhr (»Casa Camper«, S. 30), Kino, Kunst und Kulturveranstaltungen wie etwa im wunderbar poetischen »Casa do Conto« in Porto (S. 14), im bunten Michelberger Hotel in Berlin (S. 42) oder auch im »Goli Bosi Design Hostel« (Abb. links) von StuidoUP im kroatischen Split. Dabei wurde ein ehemaliges Kaufhaus umgenutzt, die Rolltreppen darin blieben erhalten. Die Gruppenräume sind mit Schlafkojen ausgestattet, in denen dank Vorhängen und eigener Beleuchtung nicht alle zur gleichen Zeit schlafen müssen … Das Hostel konnten wir im Heft leider nicht mehr vorstellen, aber wer weiß: Vielleicht schreiben Sie uns eine Architekturkritik, nachdem Sie es besucht haben? Stattdessen reicht unsere Projektauswahl dieses Mal von einem Baumhaushotel in Nordschweden (S. 22) über drei Stadthotels in Berlin und Porto bis hin zu einem Hotel für Weinliebhaber im Südburgenland (S. 36). Das liegt dann doch sozusagen auf dem Weg nach Split. ~cf