Neuer Heftteil db-Metamorphose erschienen

Auf dem Campus

Helmpflicht im Hörsaal? Viele Hochschulbauten sind marode und müssen saniert werden. Wie sich dabei zeitgemäße Lernorte schaffen lassen, zeigen eine umgenutzte Kaserne in München, eine Bibliothek in Marseille – und eine Platzgestaltung in London.

Diesem Thema widmet sich der aktuelle Heftteil db-Metamorphose in Ausgabe 09.2019 der db.

Bestellen Sie Ihr Gratis-Heft oder schließen Sie gleich ein Mini-Abo ab.

 

AUS DEM INHALT:

FOKUS
Raum zum Studieren

Wissensrepublik Deutschland? Schaut man sich den Zustand zahlreicher Hochschulgebäude an, ist davon nicht viel zu spüren. Der gewaltige Sanierungsstau macht die Modernisierung von Hörsälen, Laboren und Bibliotheken zu einer der großen Bauaufgaben der kommenden Jahre.

 


LEARNING CENTER IN MARSEILLE (F)
{RÉMY MARCIANO ARCHITECTE

Bild: Takuji Shimmura

Im Stadtteil Luminy nutzte die Universität Aix-Marseille ein leerstehendes Campusrestaurant, um dort eine Bibliothek und ein modernes Zentrum zum Lernen und zum Austausch für Studierende unterzubringen. Ein offenes Atrium, behutsame Grundrisserweiterungen und weiße Fassadenelemente aus Aluminium verleihen dem ehemals starren sechseckigen Betonbaukörper mehr Schwung, Leichtigkeit und Transparenz.

DESIGNFAKULTÄT HOCHSCHULE MÜNCHEN
{Staab Architekten

Bild: Anton Schedlbauer

Seit einem Jahr residiert die Designfakultät der Hochschule München in einem aufwendig sanierten militärischen Prachtbau von 1866. Das Zeughaus wurde nach Plänen des Büros Staab Architekten umgebaut und um einen gläsernen Pavillon erweitert. Altbau und Appendix begegnen sich selbstbewusst, ohne die Wirkung des anderen zu beeinträchtigen.

ATLAS-BUILDING TU EINDHOVEN (NL)
{Team V Architecture

Bild: Jannes Linders

Im niederländischen Eindhoven ist das Hauptgebäude der Technischen Universität tiefgreifend umgebaut worden. Das Amsterdamer Büro Team V Architecture hat den monumentalen Stahlbetonkoloss aus den 60er Jahren zu einem der energieeffizientesten Lehrgebäude weltweit transformiert.

WILKINS TERRACE IN LONDON (GB)
{Levitt Bernstein

Bild: Ben Blossom

Nicht nur Hörsaal, Labor und Mensa entscheiden über die Attraktivität eines Hochschulcampus, sondern auch qualitätvolle Außenräume. Doch woher nehmen, wenn Platzmangel und astronomische Bodenpreise eigentlich verlangen, jeden freien Quadratmeter zu überbauen? Das University College London versucht es mit der Doppelbelegung eines ehemals unansehnlichen Hinterhofs.

ENERGETISCH SANIEREN
Verfestigung von zweischaligem Mauerwerk mit Polyurethanschaum

Bild: Norbert Eversloh

Ursprünglich nur als routinemäßige Instandsetzung aufgrund eines extrem hohen Energieverbrauchs (ca. 280 kWh/m²a) und Feuchtigkeitsproblemen aufgrund undichter Fassaden geplant, veranlassten sichtbare und unsichtbare Schäden an den Backsteinfassaden der Reichhardtblöcke in Hamburg die Genossenschaft »Altonaer Spar- und Bauverein« dazu, umfassende Sanierungsmaßnahmen in Auftrag zu geben. Bei den Objekten handelt es sich um vier Baublöcke aus den Jahren 1929–32 mit insgesamt 404 Wohnungen.

PRODUKTE AUS DER PRAXIS
Energetische Sanierung einer 40er-Jahre-Siedlung in Düssledorf

Bild: Baumit

Neben dem enormen Bedarf an neu zu errichtenden Wohnungen, darf die Altbausubstanz und deren Möglichkeiten des Werterhalts nicht aus den Augen verloren werden. Aus Gründen der Ressourcen- und Energieeinsparung ist ein sinnvoller Erhalt vorhandener Wohnbebauung einem Abbruch und der Neuerstellung in vielen Fällen vorzuziehen. Mit einer heute bezifferten technischen Lebensdauer von Wohngebäuden zwischen 60 und 80 Jahren zeigt sich, dass sehr viele bestehende Wohngebäude zur Generalsanierung und energetischen Nach- und Umrüstung in allen Belangen anstehen.

SCHWACHSTELLEN
Baukastensystem für Sichtbeton in der Denkmalpflege

Bild: Petra Bundschuh

Das Akronym BIRDS steht für »Baukastensystem für Instandsetzungsmörtel und -betone zur Reparatur von denkmalgeschützten Sichtbetonbauwerken«, ein gemeinschaftliches Forschungsprojekt der Hochschule RheinMain, Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen, des Instituts für Steinkonservierung und der tubag Trass. In umfangreichen Testreihen für drei Zementsorten wurden unterschiedliche instandsetzungstechnische Aspekte untersucht: u. a. Druckfestigkeit, E-Modul, Farbgebung, Verarbeitung und Dauerhaftigkeit. Die vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass es gelungen ist, eine fundierte Basis für ein Baukastensystem zu entwickeln, das – projektspezifisch angepasst – ein breites Anwendungsspektrum in der Denkmalpflege abdecken kann.

HISTORISCHE KONSTRUKTIONEN
Flachdachkonstruktionen der Vormoderne in Mitteleuropa

Bild: Christian Kayser

Für das Flachdach, essenzielles Merkmal moderner Architektur, gibt es überraschend viele Vorbilder in der Baugeschichte. Wie waren diese konstruiert, mit welchen Materialien wurden sie abgedichtet und welche unmittelbaren Vorläufer hatte das Bitumen?

VERKANNTE PERLE
Stadthaus Krefeld von Egon Eiermann verrottet

Bild: Steffen Schmitz

Jahrelang hat sie am Unterhalt gespart und ihren Verwaltungsbau von Egon Eiermann herunterkommen lassen. Nun kehrt die Stadt dem Gebäude endgültig den Rücken, statt es denkmalgerecht instandzusetzen. mehr »

BESTANDSAUFNAHME

Aufenthaltsraum für Gärtner in Pully (CH)

Bild: Thomas Jantscher

demnächst mehr »

Teatro Romano de Tarraco in Tarragona (ES)

Bild: Fernando Alda

Mit einer filigranen Stahlkonstruktion hat Toni Gironès die spärlichen Reste eines antiken Theaters so ergänzt, dass die ursprünglichen Dimensionen wieder sichtbar werden. Das verlorene Bauwerk nimmt Gestalt an und doch bleibt die Ruine erhalten. mehr »

Rathaus in Burtenbach

Bild: Samuel Frese

demnächst mehr »

Pavillon Le Corbusier in Zürich (CH)

Bild: ZHdK

demnächst mehr »