Photovoltaik »Solarroof« von Lindab

Leicht und unsichtbar

Muss ein altes Dach neu eingedeckt werden, bietet sich die Gelegenheit, die Sonnenenergie zu nutzen. Lindab stellt Stehfalzbleche mit auflaminierten Solarzellen her, die praktisch nicht zu sehen sind. Ein Klicksystem vereinfacht die Montage.

Das schwedische Unternehmen Lindab bietet seine Blechdachlösungen jetzt auch mit integrierter Photovoltaik an. Die Solarzellen des Typs CGIS (Kupfer-Indium-Gallium-Selenid) sind gerade einmal 2 mm dick und fallen optisch kaum auf. Weil sie im Unterschied zu vielen ihrer Artgenossen nicht blau schimmern, fügen sie sich unauffällig in schwarze Dachlandschaften ein.

Die Paneele werden mit Kabeln geliefert und lassen sich klassisch per Falzen oder mittels einem schnellen Klick-System zusammenfügen, danach muss nur noch der Anschluss durch einen Elektriker erfolgen. Am Ende produzieren sie rund 95 W/m², auch in sonnenärmeren Regionen (der Hersteller kommt aus Schweden) und auf Dachflächen, die merklich von der optimalen Südausrichtung abweichen. Es dauert im Schnitt weniger als zwei Jahre, bis die Zellen den Strom erzeugt haben, der für ihre Herstellung aufgewandt wurde. Danach arbeiten sie CO2-neutral.

Vor allem aber sind sie im Vergleich zu klassischen nachträglich montierten Solarzellen echte Fliegengewichte – Glasmodule mit Unterkonstruktion bringen schnell mal 10 bis 15 kg/m² mehr aufs Dach. »Solarroof« kommt dagegen mit nur 2 kg/m² aus und bringt dabei die Dacheindeckung schon mit. Damit eignet sich das System besonders zur energetischen Aufrüstung vieler alter Dachkonstruktionen, die statisch ausgereizt sind und keinerlei Zusatzlasten mehr schultern können. ~cs


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