PlannerTM von Fritz Hansen

Schlanke Beine

In den 50er Jahren waren sie ein Verkaufsschlager, doch dann gerieten sie in Vergessenheit: die Möbel des Designers Paul McCobb. Nun bietet die Re-Edition seines Beistelltischs PlannerTM eine neue Möglichkeit, Nachkriegsbauten stilecht auszustatten.

Mit seiner Möbel-Kollektion »The Planner Group« schaffte es der amerikanische Designer Paul McCobb 1951 ins legendäre MOMA. Seine Serie aus 50 Einzelmöbeln, 1949 entworfen und bis 1964 produziert, wurde dort in der Ausstellung »Good Design« präsentiert. Anschließend avancierte sie zu einer der meistverkauften Einrichtungslinien in den USA und damit zu einem echten Stück Alltagskultur. Doch während Entwürfe von Designern wie Charles Eames oder Harry Bertoia, die ebenfalls im Amerika der Nachkriegszeit große Erfolge feierten, heute als Klassiker gelten, gerieten die Arbeiten Paul McCobbs in Vergessenheit.

Nach einem halben Jahrhundert feiert nun sein Couch- und Beistelltisch »PlannerTM« ein Comeback. Der dänische Hersteller Fritz Hansen hat sich die Rechte gesichert und bietet das Möbelstück in mehreren Varianten an: mit quadratischer, rechteckiger oder runder Platte, die es jeweils aus schwarzem oder beigefarbenem Marmor gibt. Typisch für die 50er Jahre ist die Grazilität. Die ohnehin schon schlanken Tischbeine laufen am unteren Ende zusätzlich spitz zu – wie ein Pfennigabsatz. Und die Platte ist gerade einmal 20 mm dick – bei einer Kantenlänge bzw. einem Durchmesser von 80 cm. Mit ihrer natürlichen Maserung bildet die Marmorfläche einen Kontrast zur technisch-industriellen Anmutung des schwarz lackierten Stahlgestells. Im September kommt die Tischserie auf den Markt. ~cs

 

Fritz Hansen