SageGlass von Vetrotech Saint-Gobain

Unsichtbarer Sonnenschutz per Knopfdruck

Wie lässt sich bei Bestandsbauten ein Sonnenschutz nachrüsten, ohne das originale Erscheinungsbild zu verfälschen? Mit elektrochromem Glas, das die Einstrahlung um bis zu 95 Prozent drosselt.

Solch ein Glas ist nicht gerade günstig, aber bei der Verwendung als Sonnenschutz bietet es ein paar handfeste Vorteile: Im Unterschied zu Lamellen-Raffstoren oder Markisen ist es unempfindlich gegen Wind, sodass man es beispielsweise an Hochhäusern sinnvoll einsetzen kann. Und es erfordert keine Rollladenkästen o. ä., weshalb es sich gut zum Nachrüsten bei Fenstern oder Glasfassaden von Altbauten eignet – besonders bei Denkmalen, deren Aussehen weitgehend unverändert bleiben soll.

Hersteller Vetrotech Saint-Gobain hat mit »SageGlass« ein Produkt im Angebot, das ungewöhnlich viele Anwendungsoptionen bietet. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung lässt sich zunächst einmal die Lichtdurchlässigkeit in mehreren Stufen zwischen 1 % und 60 % variieren. Blendschutz und Wärmeeintrag kann man somit vollkommen geräuschlos regeln. Obwohl bis zu 95 % der Sonneneinstrahlung abgehalten werden, bleibt die Sicht nach außen bei jedem Verdunkelungsgrad erhalten. Für das dynamische Eintönen der Scheiben stehen die drei Standardfarben grün, blau und grau zur Auswahl; weitere Nuancen lassen sich auf Anfrage realisieren. Nutzer haben dabei die Möglichkeit, flexibel auf unterschiedliche Beleuchtungsanforderungen im Raum zu reagieren, indem sie sogar innerhalb einer Glasscheibe drei Abschnitte unabhängig voneinander eindunkeln können. Die Steuerung erfolgt entweder vollautomatisch über Lichtsensoren, manuell über einen Schalter oder kabellos über eine mobile App (im iOS- oder Android-Betriebssystem). Darüber hinaus kann SageGlass an Gebäudemanagementsysteme angebunden werden. Die maximalen Abmessungen der Glasscheiben betragen derzeit 1,5 x 3 m.

Seine Praxistauglichkeit in der Sanierung beweist SageGlass an zahlreichen Gebäuden, jüngstes Beispiel ist das Warwick Hotel in Genf. Das 1972 errichtete Haus erhielt im vergangenen Jahr eine technische Runderneuerung – dabei wurden 950 m² Fensterfläche mit dem dynamischen Glas ausgestattet. ~cs

 

www.sageglass.com