Transparent und offen

Hinter einer schimmernden gläsernen Hülle bietet das Würth Haus am Rorschacher Bodenseeufer Kunst und Kultur (Planung: Gigon/Guyer). Im Innern des grünlich-kristallinen Baukörpers findet man Arbeits-, Kommunikations- und Erholungszonen sowie großzügige Raumfolgen. So wie der See stets sein Gesicht verändert, greift die Glashaut die Reflexe von Himmel und Wasseroberfläche auf. Rund 1 750 Verbundgläser »VSG Swisslamex Tissue«, gefertigt von Glas Trösch, bilden die ca. 7 800 m² große vorgehängte Fassade. Es entstand ein feingliedrig rhythmisierter gläserner Vorhang, der das Gebäude nicht nur vor Seewind und Straßenlärm, sondern auch vor Wärmeeinstrahlung und Auskühlung schützt.

Die kleinsten Elemente haben einen Aufbau von 2 x 12 mm teilvorgespanntem Glas (TVG), die größten einen mit 3 x 12 mm TVG. Zwischen den Gläsern ist das einseitig aluminiumbeschichtete »Sefar Architecture VISION Gewebe AL 140 / 70« einlaminiert, das klimatische und v. a. optische Funktionen am Gebäude übernimmt. Da sämtliche Glaselemente in unterschiedlichen Winkeln zueinander stehen, sind alle Glaskanten sichtbar. Letztere wurden vor dem Verbund mit einem speziellen Vlies eingefasst und – um Lufteinschlüsse zu vermeiden – jedes Glas einzeln in einen Vakuumbeutel eingeschweißt. ~rm