Sanierung

~Anke Geldmacher

Berechnungen zur Wirksamkeit von Baumaterialien gibt es viele. Aussagekräftiger sind jedoch Praxistests im realen Umfeld.
In Berlin bot sich nun genau diese Möglichkeit: Seit 2014 saniert die Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle in Berlin-Lichterfelde Süd 33 Wohnblöcke von Grund auf. Bis 2020 sollen fast 1 000 Wohnungen optisch und energetisch saniert oder als Bestandsersatzbau neu gebaut werden. An den Außenwänden fünf baugleicher Gebäude werden Wärmedämm-Verbundsysteme angebracht, die theoretisch alle die gleichen Dämmwerte aufweisen, doch aus unterschiedlichen Materialien bestehen: EPS-Hartschaum, Mineralwolle, Holzweichfaser und Hanf. Während der vergleichenden Analyse werden u. a. die Oberflächentemperaturen und der Feuchtigkeitsverlauf in den Konstruktionen im Sommer und im Winter gemessen.

Jochen Icken, technischer Vorstand der Märkischen Scholle, sagt zu dem umfangreichen Projekt: »Als eines der ersten Unternehmen testen wir Hanf als Fassadendämmung im Geschosswohnungsbau; wir möchten gern neue Wege gehen. Als Bauherr sind wir nicht grundsätzlich gegen Dämmung, jedoch sollte diese unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Aspekte erfolgen.«

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Analyse und halten Sie auf dem Laufenden.