Ohne Titel

Wohnanlage Beijing Image

Architekten: Otto Steidle (†) mit Qiu Zhi Auf dem Grundstück einer ehemaligen Textilfabrik bauten die Architekten vier- bis neungeschossige Zeilen, die durch höhere Quergebäude miteinander verbunden sind. Im Westen Pekings soll durch die kräftigen Farben und das komplexe, lebendige Gefüge von Höfen, Wegen, Plätzen ein neuer Orientierungspunkt entstehen. Otto Steidle schrieb 2003: »Wie aber steht es mit der Architektur der letzten fünfzig Jahre, die zuerst geprägt wurde von der sozialistischen Architektur der Sowjetunion und den Bauten, die in den letzten Jahren unter westlichem Einfluss entstanden? Beiden Epochen konnte ich mehr Sympathie entgegenbringen, als ich angenommen hatte. Die sowjetisch beeinflusste Wohnbau-Architektur, insbesondere der Wohnbauten mit ihren langen Fronten horizontaler Gliederung, verglaster Südseiten und einfacher Farb- und Materialwahl haben mich in dieser kollektiven Stärke, oft auch in ihrem Maßstab und ihrer Gliederung beeindruckt. Mein eigener Entwurf für Peking- Image, von mir eigentlich genannt Peking Drachen, stellt den Versuch dar, mehrere Aspekte der Tradition, des Raumes, aber auch des Fortschritts und der traditionellen Südausrichtung sowie der Zuordnung zum Hof und bis zu einer starken Form und Symbolik zu integrieren. Die Figur des Drachen wechselt zwischen der Anordnung von Wohnhöfen und weiträumigen Gärten. Jedes Haus hat Anteil an beidem. Die südseitigen Wohnbereiche der jeweiligen Höfe sind vier- bis fünf-, die nordseitigen sieben- bis elfgeschossig. So vermitteln die Gebäude die unterschiedlichen Maßstäbe und Situationen. Eine alle Einheiten verbindende Diagonale (zweigeschossige Arkade) erschließt das gesamte Quartier. Die Farbigkeit (durchgehender dunkelroter Sockel) und unterschiedliche obere Bereiche akzentuieren und charakterisieren die einzelnen Häuser«.