Ins Innere verlegt

Die nachträgliche Verlegung von Elektroleitungen innerhalb eines Mauerwerks birgt immer auch bauphysikalische Gefahren in sich: Durch das Schlitzen, Stemmen und Beiputzen der Wände können Wärmebrücken entstehen, die dann sowohl den Wärme- als auch den Schallschutz beeinträchtigen. Abhilfe schafft hier, zumindest für die senkrecht geführten Leitungen, die Geometrie der im »Z-Stein« von Jasto integrierten Dämmstoffkammern aus Mineralwolle. Sie sind so angeordnet, dass sich Elektro-Leerrohre in ihnen verlegen lassen.

Entwickelt wurde diese Geometrie, um durchgehende Stoßfugen zu vermeiden. Die Steine greifen nach dem Verlegen so ineinander, dass die Dämmstoffkeile aller Steinlagen eines Geschosses genau übereinanderliegen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, ein starres Kunststoffrohr (Ø = 10-20 mm) von oben nach unten durch die Dämmstoffkeile hindurchzuschieben. Die Dämmung bleibt dabei intakt und wird nur leicht zur Seite verdrängt. Mit einem Lehrrohrbogen wird dieses Rohr dann mit dem flexiblen Leerrohr verbunden, das über die Element- oder Filigrandecke verlegt und später mit einbetoniert wird. Aufgrund dieser Konstruktion entfällt das Schlitzen, Stemmen und Beiputzen, lediglich die Öffnungen für Dosen und Lichtschalter müssen mit einem Steckdosenbohrer angelegt werden. Durch die zusammenhängende Leerrohrführung von der Decke bis zur Steckdose lassen sich außerdem jederzeit weitere Kabel nachziehen. ~bm
Jakob Stockschläder www.jasto.de