Foto: Michael Zapf
Die Bogenrolltreppe der Elbphilharmonie

In hohem Bogen

Wie schon die Elbphilharmonie selbst, stecken auch die Rolltreppen voller Superlative: Eigens für Hamburgs neues Wahrzeichen entwickelt, sind die zwei 80,2 m langen Bogenrolltreppen die längsten in Westeuropa und die weltweit einzigen, die einen Bogen beschreiben. So können die Besucher bei der zweieinhalbminütigen Fahrt mit Tempo 0,5 m/s aufgrund der Bogenform nie von einem zum anderen Ende sehen. Nach 30 m Höhe ist die Zwischenebene erreicht. Ein weiteres, kürzeres Rolltreppenpaar ohne Bogen führt dann auf die Plaza mit weitem Panoramablick über den Hafen.
Die Länge der Anlage, die ungewöhnliche Förderhöhe von 21,43 m sowie die Bogenform erforderten enormen Konstruktionsaufwand. Innerhalb eines Jahres wurden die Anlagen von KONE entwickelt. Die dabei erlangten Erkenntnisse versetzen KONE nun in die Lage, Rolltreppen ganz neuer Form zu konstruieren.
»Wir sind jetzt imstande, aus der (zwischenzeitlich patentierten) Bogenform heraus, Rolltreppen und -steige in Wellenform zu konstruieren. Auch können wir Rolltreppen mit extremer Förderhöhe bauen, die statt durch raumgroße Zentralantriebe durch mehrere kleine Antriebseinheiten bewegt werden«, so Dr. Heiner Zeiger, Projektleiter und Manager Special Projects beim Aufzug- und Rolltreppenhersteller KONE.
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