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Punktewolke Notre Dame

In nur einem Tag wurde nach dem Brand im vergangenen April der Zustand von Notre Dame per Laserscanner aufgenommen. Damit werden alle am Rekonstruktionsprozess Beteiligten über eine zuverlässige Datenbasis für die Untersuchung und den Wiederaufbau verfügen. Das auf Digitalisierung und 3D-Rekonstruktion spezialisierte Büro Art Graphique & Patrimoine (AGP) setzte dafür den Scanner »FocusS« von Faro ein. Bereits in den 15 Jahren zuvor hatte das Büro mit Geräten von Faro immer wieder Teile der Kathedrale dokumentiert. Aus dem Material wurde z. B. gemeinsam mit einem Wissenschaftler ein 3D-Modell mit 14 Bauphasen, von 1163 bis heute, erstellt; es diente ebenso als Grundlage für eine Publikation zur Architekturvermittlung.

V. a. ist der Datenbestand aber nun eine wertvolle Hilfe bei der Wiederherstellung der Kirche. Bei der eintägigen Erfassung wurden 300 Farbscans mit etwa 30-40 Mrd. Punkten angefertigt. Die unzugänglichen Bereiche wurden ergänzend mit einer Drohne in Form von Fotogrammetrien kartiert. Die hohe Punktdichte – ca. ein bis zwei Punkte pro mm² – wird eine höchst genaue Nachbildung der Details von Holzrahmen, Dach und Rumpf ermöglichen. AGP verarbeitet diese Datenmenge nun zu einer vollständigen Punktwolke, um daran die Schäden bewerten zu können. ~dr

Faro
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