Dämmung

~Anke Geldmacher

Zur Holzmesse »LIGNA«« Ende Mai in Hannover präsentierte das Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI neue Wege der Materialwiederverwertung aus der Windkraftindustrie. Die Forschenden des WKI entwickelten innovative Recyclingtechniken zur Rückgewinnung von Balsaholz und Kunststoffschaum aus nicht mehr verwendeten Windkraft-Rotorblättern. »Ein Vorteil des neuen Recyclingverfahrens ist, dass Rotorblätter nicht wie bisher verbrannt werden und so wertvolle Rohstoffe in großen Mengen verloren gehen, sondern dass sie als Rohstoffquelle für neue Produkte dienen«, sagt WKI-Projektleiter Peter Meinlschmidt. Die thermische Verwertung ist zudem aufwenig, da die faserverstärkten Kunststoffe bei der Verbrennung durch ihre Größe und ihr Gewicht Probleme bereiten. »Wir bieten mit unserem Recyclingansatz Lösungsmöglichkeiten für das Entsorgungsproblem und zeigen gleichzeitig innovative Einsatzmöglichkeiten für das gewonnene Balsaholz«, so Meinlschmidt.

Auf der LIGNA zeigte das WKI Holzfaser-Dämmstoffmatten aus Balsaholz, mit Dichten unter 20 kg/m3 – das ist ein Novum auf dem Markt. Die Holzfaser-Matten können im Bau als Zwischensparren-Dämmung und als feste Dämmplatten eingesetzt werden.