Neuentwicklung

Manchmal haben Architekten genaue Vorstellungen, die mit »Lösungen von der Stange« nicht umsetzbar sind. So ging es Erick van Egeraat beim Bau des Neuen Paulinum (Aula und Universitätskirche) und dem Neuen Augusteums in Leipzig. Am Übergang beider Gebäude plante er ein 36 m hohes Glaselement, an dem sich ein geneigtes, 6 m langes Glaselement anschließt und nahtlos in die Dachfläche übergeht. Zum Zeitpunkt des Entwurfs war kein Produkt auf dem Markt, mit dem diese Konstruktion realisierbar gewesen wäre. Mit Hoba fand der Architekt aber einen Hersteller, der ihm beratend zur Seite stand und dies zum Anlass nahm, die »Hoba-9-Systemverglasung« zu entwickeln. Hierbei handelt es sich um eine Brandschutzverglasung mit Absturzsicherheit der Einbaukategorie A. Das Bauteil erfüllt im Brandfall mindestens 90 min. lang seine Funktion (F90). Vertikale Stöße sind durch eine Silikonfuge verbunden. Die etwa 2,5 x 5 m großen Elemente sind durch eine einseitige Riegelkonstruktion lastabtragend an die Betonstirnkante angeschlossen. Die Hoba-Entwicklung kam u. a. auch im 2. OG des Augusteums zum Einsatz. Hier bietet die bodentiefe absturzsichernde Brandschutzverglasung einen ungehinderten Blick ins Foyer. Neben der Systemverglasung wurden zahlreiche andere Brandschutzelemente und -türen von Hoba eingebaut. ~ag

HOBA Brandschutzelemente
www.hoba.de