Bauwerksabdichtung

~Anke Geldmacher

Nach dem Rauchen gilt Radon als zweitgrößte Ursache für Lungenkrebs. Das farb- und geruchlose Edelgas entsteht als radioaktives Zerfallsprodukt. Dass Böden und Gesteine Radon enthalten, ist ein ganz natürliches Phänomen. Über Bodenluft oder Feuchtigkeit kann es auch in die Raumluft gelangen – in geringen Mengen ist dies unbedenklich, größere Mengen sind jedoch ein Gesundheitsrisiko. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat im Juni 2017 erstmals einen Referenzwert zur Beurteilung der Radon-Konzentration in Räumen festgelegt: Alle Werte über 100 Becquerel pro Kubikmeter (kBq/m3) sind demnach als bedenklich einzustufen. Bis Ende dieses Jahres sollen weitere rechtliche Bestimmungen folgen. V. a. in Süd- und Ostdeutschland werden die Werte häufig überschritten. Eine Karte des Bundesamts für Strahlenschutz gibt Orientierung über die regionale Verteilung der Radon-Konzentration in der Bodenluft – und zwar einen Meter unter der Erdoberfläche.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Radon-Jahresmittelwert von verschiedenen Aspekten der Bauweise abhängt. Dazu zählen u. a. die Ausführung des Fundaments, eine mögliche Unterkellerung sowie die Dichtheit des Gebäudes. Wie man ein Gebäude sicher gegen Radon abdichtet – und weitere Abdichtungsneuheiten – erfahren Sie auf den folgenden Seiten.