Aussenraum

~Anke Geldmacher

Fairtrade gibt es nicht nur für Bananen und Kaffee – auch Baustoffe sind mehr oder weniger fair gehandelt erhältlich. Doch ähnlich wie bei den Südfrüchten sind deren Zertifikate und Standards nicht leicht zu durchschauen.

Architekten und Bauherren fordern für ihre Bauvorhaben oftmals fair produzierte Steine. Im Endeffekt werden dann aber häufig Natursteine akzeptiert, die über zweifelhafte Zertifikate, unbedeutende Formblätter oder firmeneigene Siegel ohne nachvollziehbare Inhalte verfügen – eine unfaire Situation gegenüber unabhängig zertifizierten Natursteinen. Die Finanzierung von Kontrollen in den Herkunftsländern ist nur möglich, wenn alle Behörden – am besten europaweit – auf fair gehandelte, kontrollierte Ware bestehen. Deshalb fordert der Natursteinlieferant BESCO aus Berlin seit Jahren einheitliche europaweite Standards für Natursteinproduktionen, die für öffentliche Ausschreibungen verpflichtend sind.

BESCO arbeitet nur mit Fabriken zusammen, die die strengen Auflagen des Unternehmens erfüllen. Dafür werden die Fabriken regelmäßig durch eigene Inspektoren geprüft. Zudem kooperiert der Natursteinlieferant bei Material aus asiatischen Produktionen seit über zehn Jahren mit »WIN=WIN Fair Stone« und liefert diese Produkte auf Wunsch mit »Fair Stone«-Siegel.