Schalterserie »Esprit« von Gira

Nun an der Wand

Linoleum wird schon eine Weile nicht mehr nur mit Füßen getreten. Während es als Oberfläche für Tischplatten schon längst etabliert ist, bringt Gira das Material nun an die Wand und vermindert damit den ökologischen Fußabdruck seiner Schalter.

In älteren Bestandsbauten, etwa in Fachwerkhäusern, wirken Schalter und Steckdosen aus Kunststoff als Fremdkörper. Hinzu kommt ihre schlechte Ökobilanz, da sie nicht aus natürlichen Materialien bestehen. Eine Alternative bietet nun der deutsche Schalterhersteller Gira, der eine Rahmenserie aus einer dünnen Trägerschicht Birkenmultiplex und einer Deckschicht aus Linoleum entwickelt hat.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Einfach-Rahmen aus Polycarbonat weist das Schalterprogramm »Esprit« ein um 75 % reduziertes Treibhauspotenzial auf. So besteht der Rahmen – bis auf die dünne Trägerplatte aus Kunststoff – ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Für die Schicht unter dem Linoleum wird ein 3,4 mm dickes, 5-schichtig kreuzverleimtes und dadurch besonders stabiles Multiplex aus Birkenholz verwendet. Es stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Finnlands und ist zertifiziert. Bedingt durch das langsamere Wachstum der Bäume im kälteren Klima wird das Holz besonders homogen und kräftig – ein guter Ausgangspunkt für das sehr stabile Multiplex im Esprit-Rahmen. Auf dem Holzwerkstoff wird die 2,5 mm starke Schicht Linoleum aufgebracht. Die Oberflächen sind unbehandelt; die materialeigenen Eigenschaften der guten Haptik, der Robustheit und der sogar leicht antibakteriellen und antistatischen Oberfläche machen zusätzliche Behandlungen überflüssig.

Die Rahmen gibt es einfach, zweifach mit und ohne Mittelsteg, dreifach oder vierfach. In sie lassen sich insgesamt 300 Funktionen integrieren, angefangen beim einfachen Lichtschalter, über herkömmliche Steckdosen bis hin zu Unterputzradios oder Codetastaturen für einen schlüssellosen Zugang. Mit den sechs Farbvarianten – hellgrau und anthrazit, hell- und dunkelbraun sowie einem leicht gebrochenen Blau und einem kräftigen Rot – lassen sich die Schalter gestalterisch auf den Bodenbelag abstimmen, wenn dort das gleiche Linoleum verlegt wird. ~ra

www.gira.de

 

Projekte mit Linoleum als Bodenbelag:

Der Geist Le Corbusiers (Bild: Roland Halbe)

El Lissitzky in neuem Glanz (Bild: Hartmut Möller)