Notkapelle / Salon des Refusés
Diskussion zur Stadt als analogem Raum, 22.08.2018, 19 Uhr, Berlin

StadtWertSchätzen 2018

Die Gesprächsreihe »StadtWertSchätzen« wird in sechs Veranstaltungen zum Schwerpunkt-Thema »Sharing Heritage and Future« Diskurse in der Stadtgesellschaft anstoßen und die Herausforderungen für die Stadt von Morgen diskutieren.
Zentrale Fragestellung: Wie kann der Wandel in Berlin so gestaltet werden, dass kulturelles Erbe identitätsstiftend und nachhaltig wirksam für die Stadtgesellschaft wird und die Zukunft optimistisch und fantasiereich in den Blick nimmt?

Eine Veranstaltungsreihe der Initiativen

  • Netzwerk »Architekten für Architekten« (AfA)
  • FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit
  • www.plattformnachwuchsarchitekten.de
  • competitionline, Plattform für Architekturwettbewerbe
  • Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.

22. August 2018 bis 26. September 2018, jeweils 19 Uhr

Notkapelle / Salon des Refusés, Raum für Architektur und Kunst
In der Prenzlauer Allee 7b / Gartenhaus
10405 Berlin

I. Stadt als analoger Raum – Mi., 22.08.2018
analog versus digital
Wenn öffentliche Kommunikation erodiert und durch digitale Vereinzelung ersetzt wird, kommt dem städtischen Raum als Ort analoger Öffentlichkeit neue Bedeutung zu. Wie muss sich Stadt künftig als Ort der Demokratie und des Politischen wieder verstehen lernen? Und welche räumlichen Bedingungen setzt das voraus? Ein Themenschwerpunkt zum Eigensinn der Stadt und zur Entrümpelung von Verkehr.
Davide Brocchi, Stadt- und Transformationsforscher, Initiator „Tag des guten Lebens“;
Saskia Hebert, Architektin und Stadtforscherin;
Tilman Santarius, TU Berlin
Moderation: Harald Welzer, FUTURZWEI

II. Berlin Alexanderplatz – Mi., 29.08.18
Zwischen Spree, Fernsehturm, Alex und Haus der Statistik – der Archetyp des entöffentlichten Stadtraums
Shopping, Tourismus, Müll und Tod. Was ist seit letztem Jahr passiert? Wie lassen sich Sicherheitsansprüche, größere Nutzungsvielfalt und Aufenthaltsqualitäten für Alle in diesem Gebiet realisieren? Wie könnte man den Freiraum unter dem Fernsehturm mit den Aktivitäten auf dem Alexanderplatz bis hin zum Haus der Statistik in Verbindung bringen? Wie können unterschiedliche Akteure rechtzeitig eingebunden werden und an den Schnittstellen zu den angrenzenden Quartieren ein nutzerorientiertes und kulturell aufgewertetes Gesamtkonzept entstehen?

III. Alternativer Tourismus – wie geht das? – Mi., 05.09.18
Stadtgeschichte und Stadtentwicklung vernetzen
Nachhaltiger Tourismus ist angesichts von »Ballermann & Co.« in aller Munde. Aber was ist nachhaltig für eine weitläufige Stadt wie Berlin? Wie lockt man Touristen zu peripheren kulturellen Sehenswürdigkeiten, ohne sie zu überfordern? Wie im Speziellen verdeutlicht man beispielsweise Erinnerungskultur im ehemaligen Mauergrenzgebiet? Wie kombiniert man private mit öffentlichen Interessen?

IV. Sind Berlin und sein Umland bereit für die Zukunft? – Mi., 12.09.18
Stadtentwicklung Berlin und Umland
Das Wachstum von Berlin macht sich zunehmend im Umland bemerkbar, wo Städte und Gemeinden an den S- und Regionalbahnachsen eine starke Nachfrage nach Wohnraum verzeichnen. Kann dieses Wachstum so gestaltet werden, dass Wohnen und Arbeiten zwischen Berlin und seinem Umland zu einer neuen Qualität der Siedlungsentwicklung führt? Kann der Prozess Arbeiten in Berlin und Wohnen im Umland ausgleichend gestaltet, dass z.B. auch das Arbeiten im Umland möglich wird? Welche Mobilitätsmodelle sind hierfür erforderlich? Sind die kommunalen Planungen der Umlandgemeinden auf eine ganzheitliche Entwicklung genügend ausgerichtet? Werden mit der Landesentwicklungsplanung Hauptstadtregion (LEP HR) die geeigneten Voraussetzungen für eine integrierte Siedlungsentwicklungsplanung Berlins und Brandenburgs geschaffen?

V. Bauen in Nachbarschaften – Mi., 19.09.18
Bauen in Nachbarschaften – welcher Mehrwert kann hier entstehen?
Wie denke ich Nachbarschaften in die Zukunft? Welche sinnvollen Nachverdichtungsnutzungen können einen Mehrwert auch für die vorhandenen Bewohner darstellen? Anhand von internationalen Beispielen und der Studie vom Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen mit Beispielen aus dem gesamten Bundesgebiet werden Visionen und Realitäten diskutiert: Wie wird bei ergänzendem Bauen mit dem Bestand umgegangen? Wie werden die Nachbarn in den Quartieren „mitgenommen“? Welcher Mehrwert für die Quartiere kann durch ergänzendes Bauen für eine Stadtgesellschaft geschaffen werden?

VI. Heimatministerium oder Zukunftsbilder?! – Mi., 26.09.18
Unserer Gesellschaft fehlt nicht Heimat, sondern Zukunft.
Ein Podium zur Wiedergewinnung von Zukünftigkeit und städtischem gemeinsamen Grund.

 

Anmeldung (wegen begrenzter Platzzahl):
info@plattformnachwuchsarchitekten.de

www.plattformnachwuchsarchitekten.de »