flagship stores

Geschäfte, Showrooms, Markenwelten. Von Jons Messedat. 168 Seiten mit 250 Farbfotos. Deutsch–Englisch. Gebunden, 29,90 Euro, 49 sFr. avedition, Ludwigsburg, 2007

~Hans Jürgen Breuning

»Marken sind heute die kostbarsten Güter im globalen Markt«, stellt der Autor Jons Messedat gleich mit dem ersten Satz heraus. Und unter dieser Prämisse startet das Buch seine Weltreise durch die »Flagship Stores« international bekannter Marken: Als individuell gestaltete Verkaufsräume wollen diese mit hochwertiger Architektur und ihren exquisiten Standorten zu einer »emotionalen Bindung zwischen Hersteller und Kunden« beitragen. Dazu zeigt das Buch über 35 Beispiele, die eindrücklich die Vielfalt und die Bedeutung dieser Bauaufgabe demonstrieren: Von Louis Vuitton über adidas bis zu Nivea ist alles vertreten. Ganz im Habitus ihrer international etablierten Markenwelten verstehen sich die Flagship Stores vornehmlich als Global Players, für die regionale Bezüge kaum von Bedeutung sind. Eine enge Beziehung zur Marke ist hingegen durchaus erwünscht: Wie etwa bei den 17 ausrangierten Überseecontainern, die zum »Flagship Store« der FREITAG-Taschen aus Zürich umgebaut wurden – Recycling-Architektur analog zur Marke.
Ergänzt durch kurze, gut lesbare Erläuterungstexte, Grundrisszeichnungen und Schnitte werden die Projekte mit vielen großformatigen Fotos vorgestellt. Fünf Kategorien sorgen für die Unterteilung der Flagship Stores, in denen Mode- und Sportartikel genauso wie moderne Kommunikationstechnologie präsentiert werden. Auf den letzten Seiten finden sich ein Index der beteiligten Planungsbüros und die Photo Credits. Wenngleich die sehenswerte Auswahl leider unkommentiert bleibt, ergibt sich ein schlaglichtartiger Einblick in dieses sehr aktuelle Themenfeld: Ein Buch, das neugierig macht und gestalterische Denkanstöße gibt.