Botschaften in Berlin

Herausgegeben von Kerstin Englert und Jürgen Tietz. Fotos von Jürgen Englert. 306 Seiten, Format 18 x 28 cm, mit 311 Abbildungen, davon 53 farbig, 10 Pläne, ein Übersichtsplan, broschiert, 24,80 Euro, 42,40 sFr Gebr. Mann Verlag, Berlin, 2003

Mit dem Regierungsumzug nach Berlin verlegten die meisten ausländischen Vertretungen ihre Botschaften in das neue politische Zentrum Deutschlands. Der architektonische Bogen reicht von spektakulären Neubauten (wie die Frankreichs, Großbritanniens, der Niederlande und der Nordischen Länder) bis zu umgenutzten, teilweise erweiterten und zumeist denkmalgeschützten Altbauten. Durch die Neubauten hat das Stadtbild neue architektonische Akzente erhalten. Die Gebäude, in denen die Botschaften von 129 Ländern untergebracht sind, werden im zweiten Teil des Buches (in Zusammenarbeit mit Studenten der TU München) vorgestellt. Hier wird auch kurz auf die geschichtliche Entwicklung der diplomatischen Vertretung des jeweiligen Landes eingegangen. Der erste Teil des Buches ist inhaltlich ebenso spannend. Die Kapitel befassen sich mit den Botschaften und Gesandtschaften in Berlin vom Kaiserreich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sowie mit der Botschaftsarchitektur der BRD und der DDR seit 1989. Dem folgt eine Betrachtung über die neue Botschaftsarchitektur einschließlich der Botschafter-Residenzen. Vierzig Seiten mit aktuellen Farbabbildungen verbinden die beiden Teile des Buches. Die Botschaften haben sich schwerpunktmäßig in Mitte und Tiergarten/Charlottenburg angesiedelt. Hier hatten die im Dritten Reich entstandenen Botschaftsgebäude Italiens, Spaniens und Japans den Krieg überdauert und wurden wieder instandgesetzt. Aber auch Botschaften, die in DDR-Zeiten als Haustypen vom VE Wohnungsbaukombinat Berlin errichtet wurden, werden weiterhin so genutzt; sie stehen hauptsächlich in Pankow. ay