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Konglomerate

Conglomerate Ein Konglomerat wird meist als ein additives, dichtes, zusammengedrängtes oder ineinander verschmolzenes Gemisch von Typen, Stilen und Formen verstanden. Doch für dieses Heft wollten wir einmal diesen Begriff auf die Ebene des Entwurfs und nicht auf den des sichtbaren Eindrucks beziehen. Das heißt, nicht das Ergebnis, sondern die Entwurfsarbeit als eine Aufgabe zu verstehen, in der Ansprüche, Erwartungen, Kontext, Nutzung und Nutzer – als Konglomerat – das Objekt erst hervorbringen. Das Ergebnis ist dann eben nicht notwendigerweise das pittoreske Vielerlei. Wesentlich ist vielmehr, wie es gelingt, die Eigenständigkeit des Objekts mit der Erwartung an seine Qualitäten aus den unterschiedlichsten Richtungen zur Deckung zu bringen. Es geht also nicht um das Betrachten, sondern um das Lesen von Architektur – auf vielen Ebenen, die nicht auf das Visuelle beschränkt bleiben sollen. Zugegeben, dieser Thementitel ist eine Referenz an Peter und Alison Smithson, die den Begriff der konglomeraten Ordnung geprägt haben. Darunter verstanden sie eine Ordnung, in der sich verschiedene Ebenen von Ansprüchen an Architektur komplex durchdringen, eine Ordnung, die sich nicht in additiven Bildsequenzen vermitteln lässt, sondern sie zu einem Ganzen, einem »Gewebe« verbindet. Das stößt natürlich an die Grenzen der Möglichkeiten einer Zeitschrift. Aber wenn es wenigstens gelingt, Sie, die Leser davon zu überzeugen, dass Sie für uns keine Konsumenten, sondern Teil einer Auseinandersetzung über Architektur sind, dann wäre das Lohn genug. ch

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