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Besucherzentren

Typologisch zwischen Autobahnraststätte und Museum angesiedelt, sind Besucherzentren schwer zu fassen. Begrifflich als touristische Anlaufpunkte mit muse- alem Charakter und direktem Bezug zu einer lokalen Sehenswürdigkeit definiert, darf man um Informationstafeln erweiterte Kioske genauso dazuzählen wie Einrichtungen, deren Hauptnutzung klar in Richtung Seminarbetrieb oder Ausstellung tendiert. Allen gemein ist, dass einerseits der Gegenstand der Betrachtung nach einer poetisch-ästhetischen Herangehensweise verlangt und andererseits ganz profane Serviceeinrichtungen wie Souvenirshop, Café und Sanitärräume im Gebäude unterkommen müssen. Allerlei Formen von »Infotainment« und weiteren Attraktionen sollen außerdem dafür sorgen, dass alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen angesprochen werden. Den drohenden Jahrmarkttrubel von vornherein architektonisch in Bahnen zu lenken, ist meist so komplex wie die vermeintlich simple Bauaufgabe selbst. Im Grunde bedarf es gestalterisch wie konzeptionell flexibler Bauten, die sich je nach Besucheraufkommen erweitern oder reduzieren lassen, alle Arten von Bespielung vertragen, Landmarken bilden, ohne dabei das Landschaftsbild zu beeinträchtigen und weder bei der Erstellung noch im Betrieb mit hohen Kosten zu Buche schlagen. Eine kaum zu unterschätzende Bauaufgabe. ~ge

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