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Durchschnittskosten für energetische EFH-Sanierung

Durchschnittskosten für energetische EFH-Sanierung
Der Preis des Sparens

Bild: stepheng101/123RF.COM

Mit welchen Kosten müssen Architekten rechnen, wenn sie ein durchschnittliches Einfamilienhaus klimafreundlich modernisieren sollen? Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat 300.000 Projekte betrachtet und aktuelle Preise ermittelt.

Wenn die energetische Sanierung deutscher Wohnbauten vorankommen soll, führt kein Weg am Einfamilienhaus vorbei. Denn dieser Bautypus macht hierzulande 83 % aller Wohngebäude aus – 15,7 von 18,9 Mio. [1]. Wer ein durchschnittliches Einfamilienhaus klimafreundlich modernisieren will, muss mit Kosten von rund 49.000 Euro rechnen. Die Gesamtkosten einer Sanierung belaufen sich zwar auf 89.000 Euro, doch lassen sich 45 % davon durch Fördermittel abdecken.

Das zeigt eine Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Für das Beispiel geht sie von einem Einfamilienhaus mit 110 m² Wohnfläche und Gasheizung aus und betrachtet eine komplette Modernisierung inklusive Dämmung und Wechsel zu einer klimafreundlichen Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage. Der Energieverbrauch eines solchen Gebäudes würde um rund drei Viertel sinken, die CO2-Emissionen um mehr als die Hälfte. Hinzu kommt die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die erfahrungsgemäß selten aus Ländern bezogen werden, die sich als lupenreine Demokratien bezeichnen lassen.

Modernisierung bei fast neun von zehn Wohngebäuden sinnvoll

Bei etwa 86 % aller Wohnhäuser in Deutschland lohnt sich eine Modernisierung. Das geht aus einer co2online-Analyse von mehr als 300.000 Gebäuden hervor. Wie groß die Einsparmöglichkeiten im Einzelfall sind, zeigt ein neues Beratungsangebot der Energieexperten aus Berlin: Auf www.co2online.de/modernisieren lässt sich ab sofort das Potenzial eines Ein- oder Mehrfamilienhauses prüfen. Berechnet wird dabei, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wieviel sie in etwa kosten.

Die Online-Beratung zur Erneuerung der Gebäude ist kostenlos und herstellerneutral. Grundlage sind aktuelle Daten zu Energieverbrauch, Energiepreisen, Sanierungskosten und Fördermitteln von Bund und Ländern. Gefördert wurde die umfangreiche Aktualisierung des ModernisierungsChecks durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Nur geringe Mehrkosten für mehr Klimaschutz

Die zusätzlichen Aufwendungen für eine besonders klimafreundliche Ertüchtigung sind überschaubar, wie die Auswertung von co2online ebenfalls zeigt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus schlagen die KfW-Standards 55 oder 40 mit nur rund 3.900 bis 9.200 Euro mehr zu Buche. Dafür sinken die laufenden Kosten für Energie weiter. Durch zusätzliche Fördermittel in Form von Zuschüssen bleibt der Eigenanteil sogar in etwa gleich. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rechnet sich also ein höherer Standard sehr schnell.


[1] www.destatis.de: Zahlenreihen des statistischen Bundesamts

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