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Berlin
Sporthalle Hausburgviertel

DEU, Berlin-Friedrichshain, 09/2006, Sporthalle Hausburgviertel, Architekten: Chestnutt + Niess, Sporthalle, Turnhalle, Bauen im Bestand, Schlachthofviertel, Umbau, aussen, Sport, Holz, Eternit, Backstein
~Urte Schmidt

Schon von ferne ist der Neubau unübersehbar. Er ragt hinaus über die roten Ziegelfassaden der alten Rinderhalle mit ihrer Patina von über hundert Jahren. Deutlich heben sich gleichmäßig horizontal geführte Holzlamellen und die elliptischen Schwünge türkisfarbener Oberlichter von den Mauern aus dem späten 19. Jahrhundert ab. Die Turnhalle für die benachbarte Hausburgschule auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Schlachthofs war lange ersehnt und ist endlich vollendet.
Von der westlichen Straßenseite aus gesehen hat sich der Neubau förmlich in das Gemäuer eingenistet, auf der Haupteingangsseite, im Osten, wahrt er Distanz. Er nutzt den denkmalgeschützten Bestand weitestgehend und bewahrt doch dessen besonderen Charakter, indem er sich materiell und konstruktiv absetzt. So tragen die alten Längswände nun die leichte und elegante Dachkonstruktion aus Holz, deren Plattenbalken durch Lamellen verbunden und mit Stahlstäben filigran unterspannt sind. Das bestehende Raster wurde übernommen, ein Rasterfeld bleibt offen und dient als Eingangsbereich. Diese Geste schafft einen Raum zwischen der charmanten, verspielt wirkenden bestehenden Giebelwand und der neuen Eingangsfront aus Sichtbeton mit farbigen Kunststofffenstern. Die Neben- und Geräteräume, Sanitärbereiche und Umkleiden sind ebenfalls in Sichtbeton ausgeführt und den Längswänden seitlich angegliedert, so dass hier die Neugestaltung dominiert. Innen bildet eine zu großen Teilen erhaltene, durchgehend von Oberlichtern erhellte Längswand einen lebendigen Blickfang.
Alt und Neu bleiben bis in die Details wie zum Beispiel die ergänzten Kacheln gut ablesbar, sogar ein Stahlring zur Befestigung des Viehs ist noch erhalten.
Standort: Otto-Ostrowski-Straße Architekten: Chestnutt_Niess Architekten, Berlin Bauzeit: Dezember 2004 bis August 2006
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