update stuttgart 21

Anfang Oktober gab es wieder zwei Veranstaltungen gegen die Planungen von Stuttgart 21. Am 9. Oktober veranstaltete die »Arbeitsgemeinschaft Hauptbahnhof Stuttgart« eine Pressekonferenz in Berlin, um Politiker von Baden-Württemberg und Stuttgart, insbesondere aber Angela Merkel, Horst Köhler und Wolfgang Tiefensee, aufzufordern, Schaden vom Stuttgarter Hauptbahnhof abzuwenden. Unterschrieben war dieser Appell unter anderem von Richard Meier, David Chipperfield, Günter Behnisch und Gottfried Kiesow sowie zahlreichen Mitgliedern internationaler Denkmalschutz-Organisationen. Die Politik reagierte wie erwartet: Man werde schon allein aus Zeitgründen das Planfeststellungsverfahren nicht neu aufrollen, hieß es aus dem Stuttgarter Innenministerium, OB Schuster weilte im Ausland, und die Bahn sah keine Veranlassung, von Christoph Ingenhovens Entwurf abzuweichen. Tags darauf fand eine weitere Demonstration gegen den Abriss der Seitenflügel des denkmalgeschützten Baus statt, an der mehr Menschen teilnahmen als sogar von den Veranstaltern, dem »Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21«, erwartet. Begleitet wurde diese von einer Meldung, die Bahn nehme ihre Finanzierungsbeteiligung von 300 Mio. Euro angesichts der Finanzkrise wieder zurück, was diese jedoch sofort und vehement dementierte. ~red