Rettung für Schwimmhalle?

1936 wurde in Elstal bei Berlin das Olympische Dorf für 4 000 männliche Athleten gebaut, anschließend diente es als Kaserne der Wehrmacht und bis 1992 der Roten Armee. Seitdem schlugen alle Nachnutzungspläne von der Reha-Einrichtung bis zum DFB-Trainingscamp fehl – unter anderem weil das Gelände nicht geteilt werden kann und weil die ursprünglich autarke Wasser- und Stromversorgung unterbrochen ist. Doch der Eigentümer, die DKB Stiftung, saniert die Bauten Stück für Stück und hofft weiter auf einen Investor mit gutem Nutzungskonzept. Mitte Februar begannen nun die Sicherungsarbeiten an der Schwimmhalle. Sie wurde in einen Witterungsschutz eingehaust und es finden Untersuchungen statt, ob die Grundsubstanz zu retten sein wird. Dann kann die Schwimmhalle im Rohbau wieder hergestellt werden. An weiteren Gebäuden werden die Dächer und die Regenentwässerung erneuert. Bund und Land beteiligen sich mit 1,5 Mio. Euro an dem Projekt, die Stiftung selbst engagiert sich mit 700 000 Euro. Bislang wurden der Sportplatz, die Verglasung der Turnhalle, das Jesse-Owens-Haus und eine weitere Sportlerunterkunft saniert. Regelmäßig genutzt wird der Sportplatz vom örtlichen Fußballverein, in der Turnhalle findet u. a. der Sportlerball statt, und im Jesse-Owens-Haus wird ab Mitte April als Dauerleihgabe des Berliner Sportmuseums eine Ausstellung über den vierfachen Goldmedaillengewinner von 1936 gezeigt. ~dr