Qualitätsklassen für WDVS!?

1 250 Teilnehmer allein an einem Tag, die für den Allgäuer Baufachkongress nach Oberstdorf reisten – die Lage im verschneiten Skiort hat zwar bei dem einen oder anderen mit eine Rolle gespielt, doch ist es letztlich die Qualität der Veranstaltung, die jedes zweite Jahr derart viele Interessierte in die Kleinstadt im Allgäu zieht. So auch im vergangenen Januar, als wie gewohnt der Hauptveranstalter Baumit mit Produktherstellern ergänzender Gewerke den Kongress ausrichtete. Übersichtlich in fünf überwiegend parallel laufende Themenblöcke sortiert – Energie, Modernisierung, Vermarktung, Baupraxis und Recht –, richtete sich der Fachkongress wie üblich an Planer und Handwerker – letztlich sind Themen wie Bauausführung, Gesetzesgrundlagen, Rhetorik, soziale Netzwerke oder Marketingstrategien für alle Berufsgruppen relevant. So legte z. B. der Bausachverständige und ehemalige db-Schwachstellen-Autor Rainer Oswald vom Aachener »AIBau« verständlich dar, weswegen auch für WDVS und seine Anschlüsse etwa an Fenster abgestufte Beanspruchungsarten sinnvoll wären – je nach exponierter oder geschützter Lage. Er forderte, ähnlich wie für ungenutzte Flachdächer, bei denen es zwei verschiedene Anwendungskategorien gibt, auch für WDVS verschiedene Qualitätsklassen – und besondere Sorgfalt im Sockelbereich, der »feuchteempfindlichsten Stelle« von WDVS. Es bleibt zu befürchten, dass diese WDVS-Diskussion auch in zwei Jahren noch aktuell ist, wenn der 11. Allgäuer Baufachkongress ansteht. Wer nicht so lange warten will, kann sich über dieses und ähnliche Themen (u. a. zum »Problemfeld Sockel«) bei den Aachenern Bausachverständigentagen am 23./24. April in Aachen (Anmeldung über www.aibau.de) informieren. ~cf