Museum PLAGIARIUS, Solingen
Reinhard Angelis Planung Architektur Gestaltung, Köln

Plagiarius- Museum eröffnet

Ein Fachwerk aus Kunststoff? Bruchstein-Mauerfugen in PVC? Das ist der Auftakt für das Plagiarius-Museum (siehe db 04/06, Seite 39) in der Güterabfertigungshalle des ehemaligen Solinger Hauptbahnhofs. Dort stehen gut 250 Exponate von Markenartikeln samt abgekupferten Ebenbildern, die in den letzten dreißig Jahren zusammengekommen sind. »Solingen« ist als Marke seit 1938 geschützt und hat ständig gegen unrechtmäßige Kopien zu kämpfen. Daher bot sich die Stadt als Standort für das Museum an. Die Fassade des neuen Vorbaus wurde vom Kölner Architekten Reinhard Angelis mit unterschiedlichen Fensterformaten gestaltet, eine ironische Auseinandersetzung mit dem Thema Original und Fälschung – das »Bild eines Fachwerks beziehungsweise einer unregelmäßig geschichteten Bruchsteinmauer« in Kunststoff. So auffällig wird sie mit Sicherheit nie kopiert. ~red