Neubau für den BND

Für das teuerste Neubauprojekt, das die Bundesrepublik als Bauherrin jemals realisiert hat, wurde Mitte Oktober der erste Spatenstich gesetzt. Auf dem Gelände an der Berliner Chausseestraße, auf dem bis 1992 das »Stadion der Weltjugend« stand, entsteht nach einem Masterplan von Jan Kleihues, Kleihues + Kleihues bis 2012 die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, in der 4000 Mitarbeiter einziehen werden. Laut »Tagesspiegel« werden dafür Kosten bis zu 1,5 Mrd. Euro anfallen, davon 46 Millionen Euro für den Verkauf von Berlin an den Bund und 720 Mio Euro für den Neubau selbst.

Das Ensemble wird aus einem Hauptbau in strenger Axialgeometrie nach Plänen von Jan Kleihues bestehen, flankiert von einem Gebäude für eine BND-eigene Schule mit Internat und Besucherzentrum (inklusive BND-Souve-nirladen) und einer Logistik- und Technikzentrale mit Parkhaus und eigenem Kraftwerk. Die Schule wurde vom Offenbacher Architekturbüro Lehmann geplant, das beim Masterplan-Wettbewerb den zweiten Platz belegte, die Logistikzentrale stammt von den drittplatzierten Henn Architekten und Hilmer & Sattler und Albrecht aus München. Mit den Rohbauten wird im Frühjahr begonnen. ~red