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Mit dem Rücken zum Wind

Ist es eine Herde Büffel, eine Bootsflotte oder ein Indianderstamm, der sich mit seinen Tipis auf dem zugefrorenen Assiniboine River niedergelassen hat? Nein, es sind Schutzhütten, errichtet von Paktau Architects in der kanadischen Provinzhauptstadt Winnipeg. Das Büro aus Vancouver gehörte 2010 zu den fünf Gewinnern eines architektonischen Wettbewerbs, den der Betreiber des örtlichen Freizeitparks seit zwei Jahren für das jährliche Winterfestival Ende Januar ausschreibt. Während die anderen Architekten eher rustikal oder »normal« arbeiteten, bezaubert der Entwurf der westkanadischen Büros durch filigrane Gebilde aus gebogenem Sperrholz, deren wesentliche Funktion darin besteht, die Menschen vor dem Wind zu schützen, der gefühlte Temperaturen bis -50 °C bewirken kann. In ausführlichen Versuchen entwickelten die Architekten die Form: Das zugeschnittene Sperrholz in zwei Lagen zu 5 mm wurde so um eine dreieckige Basis gebogen, dass Schneelasten ausgeglichen werden, zur Reduzierung der Spannungen wurden gezielt Löcher und Öffnungen gesetzt. Da die Konstruktion sich im Wind leicht bewegt, kann sie Schnee wieder »abschütteln«. Die entstandene Form sieht je nach Blickwinkel unterschiedlich aus, sodass die sechs Hütten in ihrer (sorgfältig arrangierten) Anordnung eine Art Dorf ergeben. ~dr

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