Luft für den Kölner Dom

Die Umgebung des Kölner Doms ist nicht besonders gelungen. Die Domplatte überdeckt auf der Chorseite eine fast gänzlich unterirdische Welt, für die das Wort »Angstraum« erfunden zu sein scheint. Dort befindet sich ein Baptisterium aus dem 6. Jahrhundert in einer abgesperrten Nische, ein Hof mit einer Skulptur und Zugänge zu Philharmonie und Museum Ludwig. Die Stadt plant nun, diesen Deckel zu öffnen, nach Plänen, die die Münchener Architekten Allmann Sattler Wappner 2002 zu einem Wettbewerb einreichten. Im Januar begann ein moderiertes Beteiligungsverfahren, das den Interessen von Architekten, Domnachbarn, Politik und Verwaltung gerecht werden sollte. Es scheint funktioniert zu haben: Im April stellten die Architekten überarbeitete Pläne vor, und im Juni konnten die Kölner sich in einer Ausstellung umfassend über Geschichte, Wettbewerb und Planungen informieren. Nach jahrzehntelanger Überlagerung sollen um den Dom auf allen Ebenen und in allen Bereichen nun wieder einfach lesbare räumliche Situationen entstehen, die Bürgersteige sollen z. B. durch Bäume boulevardähnlichen Charakter bekommen und das Baptisterium einen würdevollen Raum. ~dr