Leuchtend

Für das zu Ende gegangene Deutschlandjahr des Goethe-Instituts in Indien entwarf der Münchner Künstler Markus Heinsdorff 16 charmante Pavillons, die den architektonischen Rahmen für Veranstaltungen in fünf verschiedenen Städten bildeten. In sechs Formen und Größen zwischen 50 und 130 m² wurden sie in Anlehnung an die indische Tradition textiler Zelte konzipiert, formal und farblich beruhen sie auf der Vorstellung von Edelsteinen und -metallen. Ihre leichte, einfach (de-)montierbare Konstruktion aus Holz, dünnen Stahlrohren und -seilen hielt selbst tropischen Stürmen stand. Überzogen ist sie mit robustem und dabei transluzentem Polyestergewebe, das z. T. als geflochtene doppelte Wand ausgeführt ist. Dadurch ergibt sich einerseits eine natürliche Belüftung, andererseits ein angenehmes Licht im Innern und eine mystische (dabei ganz praktische) Beleuchtung nach außen am Abend. Damit wird das Motto des Jahres, »StadtRäume – CitySpaces«, konkret: Je nach Standort wurden die Pavillons dicht gedrängt oder locker verteilt aufgestellt. Eine weitere Nutzung ist geplant. ~dr