leserbrief zu Slowenien, db 1/08

~Claus Becker, Heidelberg

Wenn die Architektenhaftung in Slowenien ähnlich wie in Deutschland gehandhabt wird, dürften die slowenischen Architektenkollegen des ab Seite 26 gezeigten Bauwerks schlimme Tage und Nächte vor sich haben: So viele Planungs- und Ausführungsfehler an einer Fassade – wie abgebildet und bereits als Schaden erkennbar – können das finanzielle Aus bedeuten!
Es sei an dieser Stelle aber die Frage erlaubt, ob die db-Redaktion fremde Texte/Bilder vollkommen unkritisch übernehmen darf. Der von mir sehr geschätzte Prof. Dr. Oswald wurde bestimmt nicht gefragt!?
Anmerkung der Redaktion
Ziel der Ausgabe db 1/08 war, ein möglichst umfassendes Bild der hoch ambitionierten Architekturszene der beiden Länder Slowenien und Kroatien zu zeichnen. Zur Haltung der meist sehr jungen Büros dort gehört auch der Mut zum Experiment – Risiken mit eingeschlossen. Die Architekten des Wohngebäudes an der Dunajska cesta in Ljubljana, A.biro, versicherten, dass die Verarbeitung der herangezogenen Materialien nach Maßgabe der für diese Baustoffe und deren Kombination geltenden Richtlinien entsprechend erfolgte. Sie gehen davon aus, dass es sich bei den Mörtelausblühungen um ein einmaliges Phänomen handelt, das der Konstruktion nicht nachhaltig schadet. … Wollen wir es ihnen wünschen. ~red