Herausforderung Selberbauen

Studentenprojekte in Afrika sind beliebt – aus gutem Grund: Die Bauten sind einfach und müssen in der Regel kostengünstig sein, die Studenten lernen, ihre Planungen tatsächlich baulich, finanziell und organisatorisch umzusetzen, mit unerwarteten Schwierigkeiten klarzukommen und erfahren auch noch eine ganz andere Kultur. Die Einheimischen können ihre Kenntnisse vermitteln oder ergänzen und bekommen überzeugende Gebäude für ihre Gemeinschaft. All das traf zu beim Projekt »ukuqala2« im »Village of Hope« im südafrikanischen Grabouw. Studenten der Universität Stuttgart bauten in diesem Aidswaisen-Dorf bereits das zweite Wohnhaus für Freiwillige, gemäß LPH 1-9 und in nur sechs Wochen.

Im EG liegen die Gemeinschaftsräume, im OG zwei Schlafräume für je zwei Personen und ein Aufenthaltsraum. Die Wände bestehen aus Strohstampflehm – günstig, vor Ort einfach herstellbar und mit niedrigem Wärmedurchgang. Für Deckenbalken und Fenster wurde einheimisches Pinienholz verwendet. Das innere Dach besteht aus zu Dämmwolle recycelten PET-Flaschen, ein Wellblechdach darüber schützt es vor heftigem Regen; im Raum dazwischen führt der Wind die Hitze ab. ~dr