die neuen (?) 7 weltwunder

Die chinesische Mauer, die Christus-Statue in Rio de Janeiro, Machu Picchu in Peru, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstätte Chichén Itzá in Mexiko, die Stadt Petra in Jordanien und das Taj Mahal in Indien sind die neuen sieben Weltwunder. Sagen der Schweizer Autor Bernard Weber und 100 000 Internetnutzer, die sich sieben Jahre Zeit dafür ließen. Der Wunsch, architektonische Weltwunder zu definieren, ist nicht neu, die Zahl sieben willkürlich, aber überzeugend gewählt. Schon 450 v. Chr. verbreitete Herodot eine Liste mit sehenswerten Bauwerken. Es ging wohl jedoch nie darum, absolute Rekorde festzuhalten, sondern die Mitmenschen auf bemerkenswerte Leistungen aufmerksam zu machen, die man auch unter vertretbarem Aufwand besuchen konnte.

Um so öder ist es nun, dass nichts Aufregenderes herausgekommen ist als das, was sowieso bei allen Touristen ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten rangiert. Spannender ist da schon die Umfrage der »Zeit« unter sieben internationalen Architekten wie Louisa Hutton, Mphethi Morojele oder Caroline Bos, die »7 Weltwunder der Moderne« zutage förderte. Gut, auch hier sind »Must-sees« wie das Guggenheim Museum in New York oder das Centre Pompidou dabei, aber immerhin auch Renzo Pianos Kulturzentrum in Nouméa, der Viaduc de Millau, die Uferpromenade von Shanghai. ~red