Designers‘ Saturday

Alle (zwei) Jahre wieder pilgern Scharen von Architekten, Gestaltern, Designinteressierten und Hersteller-Vertretern Anfang November ins schweizerische Langenthal im Kanton Bern. Denn dann verwandeln rund 77 Aussteller an Standorten ortsansässiger Firmen mit ihren meist originellen und individuellen Präsentationen die 15 000-Seelen-Gemeinde zu einem Treffpunkt der Architektur- und Designszene. Die von Sergio Cavero kuratierte Schau verfolgt dabei v. a. ein Ziel: Die Projekte sollen den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Und tatsächlich, sehr viele der Installationen hatten auch bei der 14. Edition des Designers‘ Saturday durchaus das Potenzial dazu. So z. B. die des Schweizer Leuchtenherstellers senses, der seine Leuchtobjekte, die sich über feinfühlige Sensoren berührungslos steuern lassen, in komplett schwarzen Kabinetten präsentierte [1]. Demonstriert wurde das Prinzip dabei sehr eindrücklich von sich langsam zur Musik bewegenden Balletttänzerinnen. Aber auch die luftig von der Decke herabhängenden unterschiedlichen Textildesigns [2] des Herstellers Création Baumann, der auf diese Weise für die Themen Stoffqualitäten, Dessins, Farbe, Licht und Klang sensibilisierte, dürften den Besuchern noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.

Doch außerhalb der abwechslungs- und kontrastreichen, mal dezenten, mal auftrumpfenden, mal nüchtern-technischen, dann wieder poetisch-verträumten Präsentationen sind die Ausstellungsorte an sich ein Erlebnis und Teil des Erfolgskonzepts; bieten sie doch ansonsten nicht gewährte Einblicke in die Fertigungshallen und Produktionsprozesse der gastgebenden Firmen Création Baumann, Glas Trösch, Ruckstuhl, Hector Egger und Girsberger, sodass die allermeisten Besucher in zwei Jahren sicher gerne wiederkommen. ~uk