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Betonforschung im Weinberg

Kaum ist Weihnachten vorbei, beginnen schon die vorbereitenden Arbeiten für die nächste Weinbausaison. Ein Forschungs- und Versuchshäuschen [3] aus hochfestem Beton dient dabei einem Winzer im rheinhessischen Wörrstadt als Gerätehaus und Vesperplatz. Entwickelt wurde es in einer interdisziplinären Entwurfsarbeit von Architektur- und Bauingenieur-Studenten der TU Kaiserslautern. Der archaische Bautypus Weinberghaus sollte in eine zeitgemäße Form und Konstruktion übertragen werden. Da von Anfang an geplant war, den Entwurf auch zu realisieren, lag außerdem ein Schwerpunkt auf den Fragen nach Material und Fügung. Mit einer Grundgeometrie sollten möglichst alle Fügungsvarianten gelöst werden. Der Architekturstudent Christoph Perka lieferte mit seinem Entwurf die Grundlage für die Umsetzung. Die Form des 3,40 m hohen Häuschens reflektiert den Urtypus des Weinberghauses, doch der Grundriss ist parallelogrammartig verzogen. Je nach Witterung oder Standpunkt ändert sich so das Erscheinungsbild. Wände, Boden und Dach sind aus 3 cm dicken Fertigteilen gefügt, die mit einem langen Kranarm von oberhalb platziert wurden. Sie bestehen aus hochfestem, selbst verdichtendem Feinkornbeton, in den Stahldrahtmatten eingelegt sind. An den Rändern verdicken sich die Elemente auf 7 cm, um die als Nut und Feder [4] ausgebildeten Verbindungen aufzunehmen. Die Fugen sind mit einem ebenfalls hochfesten Mörtel geschlossen. Damit ist der Bau praktisch wasserdicht und bleibt nach den Worten des Betreuers Dirk Bayer, Professor im Fachbereich Architektur, »so lange stehen, bis er umfällt«. ~dr

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