Balkon zum Ausfalten

Wie viele Problempunkte gibt es an Gebäuden, an denen Architekten immer und immer wieder herumknobeln. Wie schön, wenn eins davon in einer praktikablen, spannenden und dabei ansprechenden Lösung mündet. Das Amsterdamer Büro Hofman Dujardin Architecten hat für Mini-Wohnungen einen Klappbalkon namens »Bloomframe« erfunden, der 3 Meter breit und 2,60 Meter hoch ist. Für größere Abmessungen gibt es laut Michiel Hofman noch keine Lösung. Der Balkon kann aus verschiedensten Materialien hergestellt werden und wird wie ein Fensterelement in die Fassade eingebaut. Bei Bedarf verwandelt sich das Brüstungselement in eine 1 Meter tiefe Balkonplatte und das Fensterteil in ein Geländerelement. Gegenwärtig werden die ersten Balkone in Eindhoven montiert. In Deutschland hat sich bislang die Stadtverwaltung Köln zum Einbau geäußert: Selbstverständlich müsse der Balkon entweder nach den Europäischen Produktenrichtlinien oder vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen sein, eine Baugenehmigung bräuchte man außerdem, bei der insbesondere die Abstandsregelungen zu beachten seien. ~dr