Auferstanden aus Ruinen

Von der Kokerei in Lauchhammer/Lausitz ist nicht viel übrig geblieben – bis auf die 22 Meter hohen Turmtropfkörper, in denen bis 1991 phenolhaltige Abwässer aus der Koksherstellung verrieselt und durch Bakterien abgebaut wurden. Seit 1996 stehen die schon damals »Biotürme« genannten Bauwerke unter Denkmalschutz. Je vier Türme gruppieren sich auf einem Raster von 8 x 8 Meter um ein Treppenhaus, sechs dieser Konstruktionen gibt es insgesamt. Eine davon bekam in 16 und 19 Metern Höhe je eine gläserne Aussichtskanzel. Für 1,4 Mio. Euro wurden die Türme aus Mitteln der EU und des Eigentümers, Biotürme Lauchhammer gGmbH, saniert. Das Nutzungskonzept, das Führungen an den Wochenenden, Ausstellungen mit technikhistorischem Schwerpunkt, Konzerte und Theatervorstellungen vorsieht, wurde gemeinsam mit der IBA Fürst-Pückler-Land erarbeitet. ~red