Wolkenkratzer aus Holz

Was kann Holz wirklich? Der Baustoff erfährt in den letzten Jahren eine Renaissance, was zum einen an seinen hervorragenden ökologischen Eigenschaften liegt und zum anderen daran, dass er immer leistungsfähiger wird. Das finnische Unternehmen Metsä Wood hat jetzt mit dem Projekt »Plan B« einen weiteren Ansatz zu diesem Thema vorgestellt. Dabei geht es um eine theoretische Realisierung verschiedener Großprojekte der Geschichte, etwa das Kolosseum oder das Empire State Building, mit Holz als Primärbaustoff. Wirklich gebaut werden die Projekte natürlich nicht, es geht darum, zu zeigen, dass selbst aufwendigste Konstruktionen in Holz umsetzbar sind. Während sich das hölzerne Empire State Building noch in der Planungsphase befindet, wurden für das Kolosseum schon konkrete Berechnungen aufgestellt. So könnten die Stützen aus Furnierschichtholz im neuen Entwurf nur 1/3 so dick sein wie beim Original aus Stein, was u. a. eine Platzeinsparung von etwa 12 % ermöglichen und das Gesamtgewicht stark reduzieren würde. Auch die Spannweiten könnten ökonomischer gestaltet werden. Allgemein, so das Unternehmen, wäre aufgund der guten CO2-Bilanz von Holz nicht nur der Schadstoffausstoß bei der Baustoffproduktion um einiges vermindert, auch die Bauzeit und die Kosten könnten geringer ausfallen, da die benötigten Bauteile vorgefertigt an die Baustelle geliefert würden. Selbst mit Aspekten der Bausicherheit hat sich der Hersteller bei den fiktiven Projekten auseinandergesetzt.

Wer möchte, kann auf der Website des Unternehmens weitere Bauten für die Planung mit Holz vorschlagen.
~Alfred Hottmann