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Foto: Régis Colombo/Lausanne Tourisme

Wo lebt es sich am besten?

In welchen Städten bis 200 000 Einwohner ist die Lebensqualität am höchsten? Das fragte die britische Zeitschrift Monocle ihre Korrespondenten in aller Welt. Kriterien des erstmals veröffentlichten »Small Cities Index« waren eine Mischung aus »harten« und »weichen« Faktoren wie Fahrradfreundlichkeit, Ausgehmöglichkeiten, ein guter Kaffee um 6 Uhr morgens – und, ganz wichtig: ein gut erreichbarer Flughafen. Diese Mischung aus urbanem Leben ohne den Stress verkehrs- und dichtegeplagter Metropolen gilt den Redakteuren offenbar als Inbegriff des erstrebenswerten Lebens für das nächste Jahrzehnt.

Und wer hat nun gewonnen? Wenig überraschend eine Stadt in der Schweiz: Lausanne. Gelobt wurde die Mischung aus vielfältigen Bildungsmöglichkeiten, gutem Geschäftsklima und komfortablen Verkehrsanbindungen, gepaart mit hoher Internationalität. Was fehlt: bezahlbare Mietwohnungen, insbesondere für Familien.

Den Platz 2 des Rankings machte Boulder, Colorado (USA) – Plus: der frühe Kaffee, Minus: ÖPNV und Stadterweiterungsstrategien –, gefolgt vom norwegischen Bergen (empfehlenswert wegen der Kultur und Fahrradfreundlichkeit, aber es fehlt der Kaffee für Frühaufsteher), dem tasmanischen Hobart (Plus: Bildungsmöglichkeiten, Minus: das Stadtbild und die Verkehrsinfrastruktur) und dem japanischen Chigasaki auf Platz 5 (gut: die familienfreundliche Infrastruktur und allgemeine Sicherheit, schlecht: fehlende Büros und bezahlbare Mieten für Co-working-Fans).

Weitere europäische Städte sind: Bozen, Bordeaux, Innsbruck, Porto, Aachen, Reykjavík (Plätze 6-11), Potsdam und Basel (Plätze 13 und 14), San Sebastián, Eindhoven, Bath und Aalborg (Plätze 17-20). ~dr

https://monocle.com/magazine/the-forecast/2020/small-packages/