Wie fühlt sich Architektur an?

Das Ensemble Walmer Yard im Londoner Stadtteil Holland Park (s. db 1-2/2018, S. 10) besteht zwar aus vier Häusern mit vielen verschiedenen Wohnungen, doch sind diese nach Meinung des Investors Crispin Kelly viel zu schade, um an nur wenige Bewohner verkauft zu werden. Deshalb wurden sie in eine Stiftung eingegliedert, deren Ziel es u. a. ist, Architekten, Künstlern, und Sozialwissenschaftlern ein temporäres Umfeld für ihre Arbeit und Austausch untereinander zu bieten. Ebenso sollen Ausstellungen stattfinden, sodass auch die Öffentlichkeit erfahren kann, wie sich Architektur abseits der Norm anfühlt. Nächster Termin ist bereits das Wochenende 21./22. April: Die Royal Academy of Arts lädt ein (Karten zu Redaktionsschluss noch erhältlich), für einen Abend einzuziehen und an Performances teilzunehmen, die die Potenziale der Räume für Klang, Erzählungen und Bewegung ausloten. Gefolgt wird der Abend von einem Symposium, in dem Rückschau gehalten wird.

Wer länger dort residieren will, muss sich bewerben. Dafür wurde nun ein »custodian« gesucht, der nicht nur die Bewohner auswählt, sondern für sie auch Kontakte zu passenden Institutionen herstellt sowie Ausstellungen und Publikationen organisiert. Wenn man nichts dagegen hat, eine Mischung aus Kurator und Hausmeister zu sein, ist das sicher ein fantastischer Job. Salär: ab 35 000 Pfund. ~dr

www.walmeryard.co.uk