Weihnachtszeit …

Das Hochhaus

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102 Geschosse hat das Hochhaus, in dem das Katharina Greve einen Schnitt durch Küche, Flur, Wohnzimmer und Balkon legt. Hier geschieht Alltägliches und Außergewöhnliches – vom Schimmel bis zur Wohnungsbesichtigung. Besonders charmant machen dieses zunächst als Web-Comic in wöchentlichen Fortsetzungen entstandene Buch die Details: die unterschiedlichen (und sich wiederholenden) Einrichtungsgegenstände, die Beziehungen zwischen den Menschen in dem Haus und Verweise auf Themen, die unsere Gesellschaft gegenwärtig umtreiben. Als Buch und als Rolle erhältlich.

Buch: 56 Seiten, vierfarbig, Hardcover, 20 Euro, avant-verlag.de; Rolle: Buchleinen mit eingebetteten Magneten, 27 Euro, round-not-square.com

Girard Ornaments

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Der Designer Alexander Girard zählt zu den prägenden Figuren des amerikanischen Designs der Nachkriegszeit. Sein Werk bereicherte das Design des 20. Jahrhunderts um eine sinnliche und spielerische Komponente. Auf seinen ausgedehnten Reisen sammelte er Textilien und Volkskunst, die er 1993 zu einem großen Teil dem Vitra Design Museum vermachte. Zusammen mit den Erben hat der Hersteller aus diesem riesigen Fundus fünf typische Motive ausgewählt und aus Metall
in glänzender Messingoptik gefertigt.

Sun: 79 mm, Mouse: 103 x 42 mm, Aufhänger 100 mm, je 15 Euro; www.vitra.com

7000 blows

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7 000 rhythmische Schläge benötigen die Objekte aus Kupfer, Silber und Messing der Wiener Designer Nadja Zerunian und Peter Weisz, darüber hinaus 70 Gänge im Feuer, um ihre endgültige Form zu bekommen. Diese Herstellungstechnik beruht auf dem jahrhundertealten Wissen der Caldarari, einer Roma-Gemeinschaft in Transsylvanien. Durch die Bearbeitung erhält die Oberfläche der Gefäße eine taktile Landschaft, die durch die Ergänzung mit von den Designern gefundenen Schätzen zum Kunstwerk werden.

Darth Vader, Kupfer handgetrieben, 560 x 190 x 140 mm, sieben Exemplare, 2 845 Euro; www.zerunianandweisz.com, Pamono.com

Tape XS

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Besonderer Eyecatcher der kleinen Clutch sind die Bänder an ihrem einen Ende, die hinter der Trägerin herflattern oder an denen sie lässig getragen werden können. Gefertigt wird die Tasche in Deutschland aus Lammnappa, Kalbs- bzw. Nubukleder in verschiedenen Farben zwischen Schwarz, Rosa und Blau, verschlossen wird sie mit zwei Magnetbändern.

Tape XS, 20 x 17 x 7 cm, 550 Euro; www.tsatsas.com

Boga

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Das italienische Wort für die Gelbstriemenbrasse gab der Ingwerreibe ihren Namen, der schmale, schillernde Körper und die großen Augen ihre Form. Designer Valerio Sommella entwarf sie nach einer inspirierenden Reise in den Orient. In Handlänge gefertigt, dürfte sie gut in selbiger liegen und die konkave Rückseite das einfache Abstreifen des Ingwers mit dem Finger erlauben.

Boga, Stahl AISI 430 mattiert, 185 x 57 x 18 mm, 26 Euro; www.alessi.de

Binic

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Mit dem Zeug zum Klassiker kam die Tischlampe 2010 auf den Markt – wir nehmen
sie noch einmal auf, weil sie uns in ihrer Mischung aus pragmatisch getarntem Understatement und jungem Design überzeugt.
Sie ist nach einem Leuchtturm an der bretonischen Küste benannt, und Designerin Ioanna Vautrin ließ sich bei der Form von einem Windsack inspirieren. Besonders in der hellblauen Version weht sogleich eine frische Brise durchs Zimmer.

14 x 20 cm, 600 g, chargenweise gefärbter Kunststoff, 12 W LED, 145 Euro; www.foscarini.com

Petite Friture

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Die Farbwolken am Rand des Spiegels sind einerseits inspiriert davon, wie sich Pigmente auf Wasser verteilen, andererseits von der Korrosion alter Spiegel. In zwei Größen (d = 45 bzw. 60 cm) verfügbar, werden die Spiegel von einem leicht konvexen Aluminiumrahmen gehalten und mit einer schwarzen Kordel zur Befestigung geliefert. Eine Aufhängevorrichtung in der Mitte der Rückseite sorgt dafür, dass der Spiegel nach venezianischem Vorbild leicht nach vorne kippt.

Spiegel Francis, 60 x 5 cm, 7 kg, 310 Euro; www.petitefriture.com

In Memoriam HR Giger

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Wer die düsteren, mitunter albtraumartigen Welten des Schweizer Künstlers und Schöpfers der ersten Alien-Figur, HR Giger, schätzt, wird sich auch über die Uhr mit ikonischen Elementen aus dem Giger-Kosmos freuen – sofern der Schenker das nötige Kleingeld hat. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel zeigt sie unterschiedliche Gesichter. Giger entwickelte die Uhr als eins seiner letzten Projekte 2014 mit dem Schweizer Uhrmacher Daniel Strom für dessen Fantasy-Reihe Agonium.

Silber 925 handgearbeitet und geschwärzt, Zeiger Edelstahl rhodiniert, Armband Alligator Hornback schwarz, 99 Exemplare; ca. 18 000 Euro; www.stromwatch.ch

Stapelbox KASA

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Die Themen Volumen, Licht und Schatten werden hier im Kleinen durchdekliniert: bei den Schalen aus gefrästem, geschliffenem und geöltem Massivholz, die nach dem finnischen Wort für Stapel, kasa, benannt sind. Die Schalen mit abgerundeten Ecken, die der Tischler und Architekt Wolfgang Hartauer entwickelt hat, eignen sich zum Verstauen, Verstecken und Verschieben. Untergeklebte Filzflächen fungieren als Gelenke und erlauben, sie gegeneinander zu drehen und zu Tischskulpturen
zu stapeln.

Europäische Eiche, amerikanischer Nussbaum, Ahorn klar lackiert, 50 mm hoch, runde Schale
89 mm, ovale Schalen 178 bzw. 267 mm lang,
58, 79 bzw. 98 Euro; www.tecta.de

Archipendium 2018

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Neue Architektur aus allen Kontinenten und von jungen wie etablierten Büros zeigt der Abreißkalender für jeden Tag des Jahres 2018. Zu jedem im Bild dargestellten Projekt bietet das Kalenderblatt einen kurzen erläuternden Text und Pläne. Wer mehr erfahren will, findet auf der Website zusätzliche Informationen.

365 Blätter, 11 x 14,5 cm, farbige Abb., englisch, 24,90 Euro; www.archipendium.com