Restaurierte Kapseln

Vor rund zwei Jahren erschien in der db ein Artikel über Kapseln aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die die Architektin Pamela Voigt in Italien entdeckt hatte, wo sie in den 70er Jahren als ultramoderne Campingbehausung dienten (s. db 7/2013, S. 9). Der Artikel stieß auf beachtliche Resonanz unter Architekten (und Besitzern von Ferienanlagen). Am 17. April werden nun die ersten zwei restaurierten »Bangas« auf dem Gelände der kooperierenden Firma Fiber Tech in Chemnitz übergeben – Neugierige sind ab 14 Uhr ebenfalls willkommen (Anmeldung bis 10. April).

Die Kapseln bestehen aus einer Sandwichkonstruktion, aus der die Hülle und fast alle Einbauten am Stück gefertigt sind; diese Form verleiht dem Gebilde trotz geringer Wandstärke hohe Stabilität. Die vom Meerwasser angegriffenen und verschmutzten Elemente wurden repariert und neu beschichtet, Elektro- und Wasserinstallation, Armaturen, Dichtungen, Möbelkantenschutz und Fußbodenplatte wurden ausgetauscht, die Metallteile konnten nach Reinigung und Pulverbeschichtung wiederverwendet werden. Einer der Bungalows zeigt sich jetzt wie im originalen Zustand, der andere wurde mit modernen Extras wie Mini-Kühlschrank, -Induktionskochfeld, TV-Audio-Anlage und Fußbodenheizung aufgerüstet. Richtig günstig sind die quasi in Handarbeit restaurierten Bangas natürlich nicht: Die Basisversion kostet um die 22 000 Euro. ~dr