Mehr Geld für Tschernobyl

Zum 29. Jahrestag der Explosion des Atomreaktors 4 in Tschernobyl haben sich die G7-Staaten und die EU-Kommission darauf geeinigt, 165 Mio. Euro in den Chernobyl Shelter Fund einzuzahlen. Zusammen mit Beiträgen aus anderen Ländern und von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hat sich damit die Finanzierungslücke von 615 auf 85 Mio. Euro verringert. Seit Jahren wird für den Unglücksort an einer fahrbaren Kuppel gearbeitet (s. auch db 10/2006, S. 71, und db 4/2011, S. 6), die über dem zerbröselnden Betonsarkophag aus den 80er Jahren platziert werden und dann die Strahlung zumindest für 100 Jahre eindämmen soll. 2011 sollte sie 1,6 Mrd. Euro kosten und zwei Jahre später fertiggestellt sein, nun, da durch die Nachfinanzierung weitergearbeitet werden kann, ist 2017 im Gespräch. ~dr