Collumina: Lichtkunst im Außenraum

Köln leuchtet

Nachdem Mitte März nicht nur Schulen und Restaurants geschlossen, sondern auch die lit.Cologne abgesagt wurde, fand wenigstens noch das multimediale Licht-Kunstprojekt »Collumina« statt. Den Außenraum in der Kölner Innenstadt belebten als Highlights multimediale Laserskulpturen, ein Luftblasenprojektor und eine illuminierte Lichtwolke aus 6 000 Glühbirnen.

Zum zweiten Mal organisierte die Galerie Seippel das viertägige Event. Eine App führte von Kunstwerk zu Kunstwerk und nebenbei auch zu Kulturorten jenseits der üblichen Pfade. Die interaktive Installation »Cloud« von Caitlind r. c. Brown und Wayne Garrett verführte die Besucher dazu, an herabhängenden Schnüren die LED-Leuchten im Innern der Wolke aus ausrangierten Glühbirnen an- und auszuschalten – ein Hauch von Nostalgie war eingeschlossen.

Wenige Schritte entfernt verwandelte Ingo Wendt den Veranstaltungskubus des Hauses der Architektur mithilfe eines modifizierten Tageslichtprojektors in eine Leinwand: für sich stetig verändernde Seifenblasen. Auch die Installation von Martin Fell und François Schwamborn am Agrippabad thematisierte Wasser und Bewegung als eins der Leitmotive des Festivals. An den vier Abenden zogen auf der großflächigen Ziegelfassade Schwimmer kontinuierlich ihre virtuellen Bahnen.

Während im Museum für Angewandte Kunst (MAKK) die Eröffnung coronabedingt ausfiel, beeindruckten Hartung | Trenz die Besucher mit Designstatements aus Licht auf der historischen Fassade des benachbarten Klosters, die den Baukörper mitunter geradezu auflösten.

In der begleitenden Ausstellung »Licht-Farbe-Raum« im MAKK (wohl bis 26. April) erkundet Hans Kotter mit dreidimensionalen Op-Art-Lichtskulpturen die physikalisch-künstlerischen Grundelemente des Lichts.

~Bettina Schürkamp

www.collumina.de